FP-Herzog: Freiheitliche vertraten Österreich bei Globalem Forum gegen Genozid

Ausbleiben unserer Staatsspitze bei offiziellem Gedenkakt in Eriwan zeugt von mangelndem politischen Mut

Wien (OTS) - Politiker und Abgeordnete aus aller Welt sowie wissenschaftliche Experten für Menschenrechte kamen vergangene Woche zum Globalen Forum gegen Genozid in die armenische Hauptstadt Eriwan. Mit dem Wiener Landtagspräsidenten Johann Herzog war wenigstens ein Österreicher anwesend, der am Donnerstag auch das Wort ergreifen und die Grüße Österreichs übermitteln konnte. Diese wurden umso positiver aufgenommen als der österreichische Nationalrat tags zuvor den Genozid an den Armeniern endlich als solchen anerkannt hat. Herzog, als Sudetendeutscher selbst ein Heimatvertriebener, nahm in seiner kurzen Rede vor den hunderten Teilnehmern auch auf Franz Werfel Bezug. Dieser Deutschböhme und Altösterreicher, der aufgrund seiner jüdischen Herkunft selbst zum Emigranten wurde und in der Fremde starb, hatte mit seinem epochalen Werk "Die vierzig Tage des Musa Dagh" den Genozid an den Armeniern weltweit bekannt gemacht.

Zum offiziellen Gedenkakt an den Völkermord an den Armeniern durch die Türken am Freitag waren sogar etwa auch der französische Staatspräsident Francois Hollande, Kreml-Chef Wladimir Putin oder auch der serbische Präsident Tomislav Nikolic angereist. "Da ist es sehr schade, dass sich unter den hochrangigen Teilnehmern des Staatsakts von Österreich weder der Bundespräsident noch ein Mitglied der Bundesregierung befand", zeigt sich Wiens FPÖ-Landtagspräsident Johann Herzog enttäuscht.

"Die Anerkennung des Genozids durch den Nationalrat war ein großer Tag für Armenien und Österreich. Es ist allerdings schade und wirft kein gutes Licht auf Österreich, wenn sogar bei jener Festveranstaltung, bei der so viele Staatsspitzen anwesend sind, Österreich lediglich den Botschafter und einen Nationalratsabgeordneten entsendet. Das zeugt von mangelndem politischen Mut. Menschenrechte haben für unsere Staatsspitze offenbar eher formellen Charakter", schließt Herzog.

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