SP-Tanja Wehsely/Grüne Niki Kunrath: Bilanz nach einem Jahr 'Wiener Netzwerk zur Deradikalisierung und Prävention'

Wien (OTS/SPW-K) - Im Rahmen der heutigen Fachkonferenz zum Thema ‚Pävention, Deradikalisierung & Demokratiekultur’ im Wiener Rathaus, ziehen die stv. Klubvorsitzende der Wiener SPÖ, Tanja Wehsely, und Niki Kunrath von den Grünen Wien, gemeinsam Bilanz: "Wir haben im September 2014 das ‚Wiener Netzwerk zur Deradikalisierung und Prävention’ gegründet, um Kinder und Jugendliche vor extremistischen Tendenzen und Gruppen zu schützen. Seitdem sind viele Maßnahmen wie Schulungen, Beratungsgespräche und weitere Hilfestellungen für junge Menschen, ihre Familien und PädagogInnen umgesetzt worden. Bisher haben rund 1.400 JugendarbeiterInnen, SozialarbeiterInnen, und LehrerInnen an dem Schulungsprogramm teilgenommen. Seit dem Frühjahr 2015 bietet zusätzlich auch die Pädagogische Hochschule umfangreiche Schulungsangebote im Bereich Extremismus und Präventionsarbeit."

"Ein neuer Trend der Radikalisierung junger Menschen machte es dringend notwendig, Strategien und Maßnahmen zur Prävention zu entwickeln. Wir haben darum vor über einem Jahr als erstes Bundesland das ‚Wiener Netzwerkes zur Deradikalisierung und Prävention’ geschaffen. All das geschah noch vor der Einrichtung der Hotline des Familienministeriums im vergangenen Dezember. Gemeinsam haben wir Strategien und Vorschläge erarbeitet, wie die Wiener Jugendlichen am besten vor radikalen Entwicklungen geschützt werden können. Wenn das Thema etwas Positives hat, dann den Effekt, dass die Verantwortlichen für Jugendliche in Wien hervorragend zusammenarbeiten", schildert Tanja Wehsely die präventive Arbeit der rot-grünen Stadtregierung.

"Wichtig ist vor allem, den Unterschied zwischen pubertärem Verhalten und extremistischen Tendenzen zu erkennen. Dafür müssen wir unsere PädagogInnen schulen", sagt Tanja Wehsely.

Niki Kunrath weiter: "Ziel dieses Netzwerkes ist nicht nur polizeiliche Sicherheitspolitik als Reaktion auf die Reise der Menschen nach Syrien oder in andere Regionen des IS-Terrorregimes, sondern auch, sozialpolitische Sicherheit zu gewährleisten: etwa im Hinblick auf die Rückkehr von Menschen aus diesen Ländern. Die Wiener Politik hat mit der Einrichtung der Arbeitsgruppe sofort agiert, statt nur reagiert. Es wurde von Beginn an versucht, sich mit allen Umfeldern der Ausreisewilligen zu koordinieren: Von Schulen und Berufsstellen bis hin zu sozialen Betreuungseinrichtungen."

"Im Namen des Multikulturalismus dürfen keine menschenfeindliche Praktiken oder Weltanschauungen verharmlost oder gar toleriert werden. Menschenwürde und -rechte sind Voraussetzungen für pluralistische Demokratien. Nicht Ethnie, Sprache oder Religion sind Gegenstand der Menschenrechte, sondern die Menschen", zitiert Tanja Wehsely den Deradikalisierungsexperten Kenan Güngör.

"Es geht dabei um ein Miteinander. Es sind unsere Wiener Kinder und unsere Wiener Jugendlichen, denen wir Zukunft und Perspektive bieten und weiterhin bieten wollen. Es geht nicht darum, Widerstand zu leisten oder einen Kulturkampf zu führen. Wir wollen mit Jugendlichen arbeiten, ihnen Wege aufzeigen, damit sie sich als unsere Wiener Jugendlichen fühlen und auch fühlen dürfen, sich artikulieren dürfen, als Wienerinnen und Wiener fühlen dürfen", so die stv. Klubvorsitzende abschließend.

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