FPÖ-Hofer zu Bericht der Volksanwaltschaft über Pflegeheime

Erfasste Mängel müssen ernst genommen werden und zu Verbesserungen führen

Wien (OTS) - Laut Medienberichten stellten die Kommissionen der Volksanwaltschaft bei Kontrollbesuchen in 89 Alten- und Pflegeinrichtungen im Jahr 2014 Mängel fest. Kritisiert wurden unter anderem "Missstände im respektvollen Umgang mit Heimbewohnern, wenn zum Beispiel Aufforderungen im Befehlston ergingen. Weiters sieht die Volksanwaltschaft auch die Medikamentenversorgung der Bewohner kritisch. Laut einer britischen Studie würden fast drei Viertel der Bewohner österreichischer Pflegeheime sediert. Im Volksanwaltschaftsbericht wird festgehalten, dass Pflegeheimbewohner derzeit nach Verabreichung diverser Medikamente "häufig bereits am Nachmittag wieder in den Betten" liegen würden. Die Volksanwaltschaft fordert daher eine vierteljährliche Kontrolle der Medikamentenpläne. Beobachtet wurde außerdem ein Mangel bei der fachärztlichen Versorgung und dem Betreuungspersonal in der Nacht. Der Umstand, dass Pflege nicht bundeseinheitlich geregelt ist, ist ein weiterer Kritikpunkt.

Dazu der freiheitliche Pflege- und Behindertensprecher und Dritte Nationalratspräsident Ing. Norbert Hofer: "Ich bedanke mich bei der Volksanwaltschaft für das Aufzeigen der Mängel und hoffe, dass es in diesem Bereich zu den notwendigen Verbesserungen für die Bewohner kommt." Hofer selbst hat bereits eine Reihe von Pflegeheimen besucht und dabei sehr positive Erfahrungen gesammelt. Er hat den Bereich der Pflege und Behinderung aufgrund seiner persönlichen Vita zum Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Dritter Nationalratspräsident gemacht.

Hofer betont in diesem Zusammenhang: "Die große Mehrheit der Häuser leistet hervorragende Arbeit, die Mitarbeiter stehen jedoch oft an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Die Personalschlüssel sind in den Bundesländern völlig unterschiedlich und oftmals zu niedrig." Das Problem der Sedierung sei umgehend zu lösen. Dazu der freiheitliche Pflegesprecher: "Ich habe erst letzte Woche in der Steiermark ein Haus besucht, das alles daran setzt, Sedierungen völlig auszuschließen. Die Bewohner dort machten einen ganz hervorragenden Eindruck und waren trotz hoher Pflegestufen in bester Verfassung. Der Einsatz der Mitarbeiter in diesem Haus war aber außerordentlich hoch." Abschließend hält Hofer fest, dass die Forderung nach einem bundesweit einheitlichen Pflegeschlüssel unabdingbar sei.

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