Immer weniger junge Männer wollen katholische Priester werden

Zum zweiten Mal ist Zahl der Kandidaten für das Priesteramt weltweit rückläufig

Vatikanstadt, 25.4.2015 (KAP) Zum zweiten Mal ist die Zahl der Kandidaten für das katholische Priesteramt weltweit rückläufig. Sie sank von 2011 bis 2013 insgesamt um zwei Prozent. Das geht aus der neuesten Ausgabe des Statistischen Jahrbuchs der Katholischen Kirche für 2013 hervor. Demnach stieg nur in Afrika die Zahl der Priesteramtskandidaten zuletzt noch, um 1,5 Prozent.

Am Sonntag, dem vierten nach Ostern, begeht die katholische Kirche alljährlich den Weltgebetstag für Geistliche Berufungen. Papst Franziskus weiht dabei 19 Männer im Petersdom zu Priestern; weltweit wird für neue Priester und Ordensleute gebetet - was in diesem Jahr besonders nötig erscheint.

Auffallend ist, dass der Rückgang geistlicher Berufungen mittlerweile auch in südamerikanischen Ländern europäische Ausmaße angenommen hat, ja diese sogar übertrifft. Statistisch gesehen unterscheidet sich die Situation in Chile, Peru und Kolumbien mit Rückgängen von rund 11 Prozent nicht mehr von der in Österreich (-10,9 Prozent), der Tschechischen Republik oder Großbritannien, den in Europa am stärksten betroffenen Ländern. Selbst im katholischen Polen waren es zuletzt zehn Prozent weniger. Dieser Befund ist für die katholische Kirche noch alarmierender, wenn man das hohe Durchschnittsalter der Priester hinzunimmt.

Noch steigt die Zahl der Priester weltweit leicht an, zuletzt von 2011 bis 2013 um 0,3 Prozent auf 415.348. Doch angesichts der rückläufigen Entwicklung der Priesteramtskandidaten ist absehbar, dass auch die Zahl der Priester bald abnehmen dürfte. Gleichzeitig dürfte die Zahl der Katholiken weltweit hingegen weiter leicht wachsen.

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