Neues Volksblatt: "Gläserner Mensch" von Markus EBERT

Ausgabe vom 25. April 2015

Linz (OTS) - Die Videoüberwachung am Linzer Hauptbahnhof hat maßgeblich zur raschen Aufklärung des Mordes an einer Taxilenkerin beitgetragen.
Im Burgenland will die SPÖ in Gemeinden zur Eindämmung der Einbruchskriminalität die Videoüberwachung einführen.
Die Linzer ÖVP fordert, dass in den Nachtlinien der Linz AG aus Sicherheitsgründen die Videoüberwachung aktiviert wird.
Und im Nationalpark Kalkalpen wurde dank "Video-Falle" die Existenz einer Luchs-Mutter samt Jungem nachgewiesen.
Vier Einzelfälle, die eines gemeinsam haben: Der Einsatz moderner Techniken kann helfen Verbrechen zu klären, sie zu verhindern oder dem scheuen Luchs auf die Spur zu kommen. In dieser Bandbreite bewegt sich auch die Diskussion darüber, wie viel Kontrolle notwendig und auch zumutbar ist - Stichwort gläserner Mensch.
Außer Streit steht ganz gewiss, dass viele Menschen Vieles von sich freiwillig preisgeben, siehe etwa die sogenannten Sozialen Netzwerke mit Fotos oder Filmchen über private Aktivitäten. An dererseits herrscht Skepsis über verordnete Kontrolle, wie gerade die Debatte über die Vorratsdatenspeicherung wieder zeigt. Dass zwischen berechtigter Anwendung und dem Missbrauch von Kontrollsystemen wie der Videoüberwachung immer eine Gratwanderung zu absolvieren ist, muss uns bewusst sein - und Ansporn zu größter Sorgfalt sein.

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