Juraczka plädiert für Eigentumsförderung im Wohnbereich

Eigentum leistbar machen ist ureigenste Forderung einer bürgerlichen Partei

Wien (OTS) - "Das ist nach dem Verkehr heute bereits das zweite Thema, bei dem in Wien offensichtlich Handlungsbedarf besteht", so ÖVP Wien-Obmann Stadtrat Manfred Juraczka heute im Gemeinderat anlässlich der Debatte eines Dringlichen Antrags der FPÖ zum Thema Gemeindewohnungen.
Allerdings habe das Thema für die ÖVP auch andere Aspekte als das von seinem FPÖ-Vorredner angesprochene schlechte Benehmen von Ausländern, betonte der Stadtrat "Da gibt es viele andere Probleme. Ganz abgesehen davon ist der permanente Ruf der FPÖ nach dem Bau von Gemeindebauten nicht der Weg einer bürgerlichen Partei. Nach dem starkem Staat in diesem und anderen Bereichen zu rufen, das ist nicht bürgerlich und daher ist die FPÖ im Unterschied zur ÖVP auch keine bürgerliche Partei."
Er persönlich halte es mehr mit der Ansicht des Wohnbaustadtrates Michael Ludwig, die dieser "zumindest vor ein paar Wochen" noch vertreten habe: "Dass man nämlich den sozialen Wohnbau mit gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften billiger und effizienter gestalten kann."
Dass das Thema leistbares Wohnen trotz eines hohen Anteils von Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen ein Thema sei, belegt für Juraczka, dass die soziale Treffsicherheit offensichtlich nicht so gegeben sei, wie das wünschenswert wäre: "Damit meine ich nicht unbedingt die Einkommensgrenzen für Gemeindebaumieter, denn das Argument der dadurch gegebenen Durchmischung kann ich durchaus nachvollziehen."
Es stelle sich aber sehr wohl die Frage, ob man die Bedürftigkeit der Gemeindebaumieter nach bestimmter Zeit nicht hinterfragen dürfen soll. "Besserverdiener müssen ja nicht gleich ausziehen, weil ich verstehe, dass es die Verwurzelung in einer Gegend gibt. Aber es wäre zumutbar, die Mieten für diese Menschen an marktübliche Preise anzupassen."
Die so gewonnenen Mittel könne man für die Wohnbauförderung einsetzen, so Juraczka, der darauf hinwies, dass der Eigentumsanteil an Wohnungen in Wien im Vergleich zu anderen europäischen Städten sehr gering sei.
"Wir wollen das Eigentum im Bereich der eigenen vier Wände fördern und haben erst vor Kurzem ein dementsprechendes Modell vorgestellt. Da geht es auch darum, dass Menschen in Mietwohnungen, wenn sie einmal in Pension sind, feststellen, dass die Mietkosten einen sehr hohen Teil der Pension auffressen. Eigentum ist in Wien kaum finanzierbar, das darf und kann nicht sein. Wir wollen Eigentum leistbar machen, dort wollen wir als bürgerliche Partei hin. Das unterscheidet uns von allen anderen Fraktionen in diesem Haus", so der ÖVP Wien-Obmann abschließend.

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