ORF III am Wochenende: ORF III feiert die Zweite Republik mit u. a. Heinz Fischer und Hugo Portisch im Exklusivgespräch

Außerdem: In memoriam Frederic Morton, Operette „Der Graf von Luxemburg“, Filmklassiker „Charleys Tante“ und Oper „Entführung aus dem Serail“

Wien (OTS) - Mit dichtem Jubiläumsprogramm wartet ORF III Kultur und Information am Wochenende vor dem 70. Jahrestag der Gründung der Zweiten Republik am kommenden Montag, dem 27. April 2015, auf. So beleuchtet am Samstag, dem 25. April, etwa die zweite Folge von Hugo Portischs "Die Zweite Republik - Eine unglaubliche Geschichte" mit "Österreich auf dem Prüfstand" (20.15 Uhr) Karl Renners Mobilisierung für eine neue österreichische Demokratie wenige Tage nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Dem technisch neu bearbeiteten Zeitgeschichte-Vierteiler ist ein persönliches Gespräch zwischen Otto Schenk und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz um 19.55 Uhr vorangestellt. Danach treffen um 21.45 Uhr mit Hugo Portisch und Bundespräsident Heinz Fischer zwei Zeitzeugen und hochkarätige Protagonisten der Zweiten Republik aufeinander. In einem persönlichen Gespräch erinnern sie sich an "Die Gründung der Zweiten Republik". Zum Abschluss des Samstagabends erinnert ORF III an den kürzlich verstorbenen Autor Frederic Morton, der mit seiner Familie im Zweiten Weltkrieg aus Wien flüchten musste und in den USA zum Bestsellerautor avancierte, mit Andrea Eckerts sensiblem Porträt "Durch die Welt nach Hause. Die Lebensreise des Frederic Morton" (22.55 Uhr) sowie einer Ausgabe der "Wiener Vorlesungen: Existenzraub, Überleben im Exil, Neustart" (0.00 Uhr), in der Morton im Mai 2014 zu Gast war.

Auch Sonntag, der 26. April, steht im Zeichen des ORF-Schwerpunkts zu den Republiksjubiläen. Bereits am Vormittag beleuchten die ersten drei Folgen der sechsteiligen Reihe "Hitler - eine Bilanz" den Diktator des Dritten Reiches aus verschiedenen Perspektiven: "Der Privatmann" (8.45 Uhr), "Der Verführer" (9.35 Uhr) und "Der Erpresser" (10.30 Uhr). Die letzten drei Teile sind am darauffolgenden Sonntag zu sehen.
Im Vorabend präsentiert Christoph Wagner-Trenkwitz in "Operette sich wer kann" Franz Léhars Salonoperette "Der Graf von Luxemburg" (17.35 Uhr) mit Erich Kunz, Eberhard Waechter, Lilian Sukis und Kurt Sowinetz. Das "Erlebnis Bühne - Künstlerporträt" widmet sich in der Reihe "Verfolgt, aber nicht vergessen" mit Dominik Wesselys Dokumentation "Georg Kreisler gibt es gar nicht" (19.20 Uhr) einem der wenigen Künstler, die trotz schrecklicher Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg wieder nach Wien zurückkehrten. Mit "Die Entführung aus dem Serail" (20.15 Uhr) würdigt auch "Erlebnis Bühne" die Republiksjubiläen: Mit dieser Oper feierten die Salzburger Festspiele am 15. August 1945 ihre erste Premiere des Nachkriegssommers. In ORF III präsentiert Barbara Rett eine starbesetzte Inszenierung in der Bayerischen Staatsoper München aus dem Jahr 1980, bei der unter der musikalischen Leitung von Karl Böhm und der Regie von August Everding u. a. Thomas Holtzmann, Francisco Araiza, Edita Gruberová und Martti Talvela zu sehen sind.
Zum Ausklang des Wochenendes präsentiert schließlich um 22.50 Uhr Filmkritiker Horst-Günther Fiedler im Rahmen der Reihe "70 Jahre Film in Rot-Weiß-Rot" einen seltenen Klassiker mit Peter Alexander: die damals von der Kirche heftig kritisierte Verwechslungskomödie "Charleys Tante" von Regisseur Géza von Cziffra aus dem Jahr 1963, in der Alexander in Damenkostüm und Stöckelschuhen für Aufregung sorgte. Vor der Kamera zu sehen sind außerdem Maria Sebaldt, Peter Vogel, Eike Pulver, Marlene Rahn und Alfred Böhm.

Die Details zum "zeit.geschichte"-Samstag:

Im Jubiläumsjahr 2015 spricht ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz für "zeit.geschichte im Gespräch" (19.55 Uhr) mit maßgeblichen Zeitzeugen über deren Erfahrungen und Erlebnisse in den prägenden Gründerjahren der Zweiten Republik. Diesmal ist Schauspieler und Regisseur Otto Schenk zu Gast, der sich an die letzten Kriegstage des Jahres 1945 erinnert, die er in Wien erlebt hat, und beschreibt die ersten Begegnungen mit den russischen Befreiern. Seine Anfänge im Theater und in der Oper sowie sein späteres Mitwirken beim Start des Fernsehens im Jahr 1955 geben einen intimen Einblick in die kulturelle Entwicklung der Gründungsjahre.
Danach beleuchtet "Österreich auf dem Prüfstand" (20.15 Uhr), die zweite Folge von Hugo Portischs Reihe "Die Zweite Republik - Eine unglaubliche Geschichte", die Zeit unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs, als jede der vier alliierten Mächte eine andere Vorstellung von der Zukunft Österreichs hatte und durchsetzen wollte. Karl Renner nützte die Gunst der Stunde: Über alle Demarkationslinien hinweg rief er Politiker aus den Bundesländern nach Wien. In nur drei Tagen gelang es, gegenüber den Alliierten geeint aufzutreten und sie zu überzeugen: Es muss Wahlen geben!
Um 21.45 Uhr folgt schließlich ein Gipfeltreffen der besonderen Art:
"Hugo Portisch im Gespräch mit Heinz Fischer." Der höchste Repräsentant des Landes und der Doyen des österreichischen Journalismus erinnern sich an den Neubeginn Österreichs nach dem Krieg, an die zehnjährige Besatzungszeit, die Unterzeichnung des Staatsvertrags 1955 und die weitere erfolgreiche Entwicklung der jungen Sozialdemokratie.

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