Schultes: GVO-frei - Konsument will Wahlfreiheit statt Bevormundung

Einheitliche Importregeln geben Konsumenten und Produzenten Sicherheit

Wien (OTS) - "Wir wollen keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen und haben uns in dieser Frage erfolgreich gegen Bevormundung gewehrt. Doch wir sind im ganz normalen Alltag weltweit von Produkten umgeben, bei deren Erzeugung Gentechnik-Verfahren angewandt werden, wie in der Medizin, der Pharmazie oder dem Verarbeitungsbereich. Die Palette reicht von der Baumwolle bis hin zum Lecithin in Schokolade, Keksen oder Backwaren. Aber auch hier wollen wir keine Bevormundung. Die Konsumenten sollen selber entscheiden können, ob sie Lebensmittel aus gentechnikfreier Produktion wollen, wie Bio oder Gentechnikfrei-Produkte, oder ob sie hochwertige Lebensmittel zu wettbewerbsfähigen Preisen aus dem breiten europäischen Angebot wählen. Es wird nun in ganz Europa eine intensive Diskussionsphase geben. Am Ende dieses Prozesses sollen tragbare Lösungen stehen. Vorschläge, die gegen den Markt gerichtet sind, werden jedoch scheitern. Wir wollen den österreichischen Weg der Wahlfreiheit mit Unterstützung der Konsumenten weitergehen und auch in Zukunft die besten Lebensmittel der Welt anbieten", erklärte LK Österreich-Präsident Hermann Schultes zum Vorschlag des EU-Kommissionspräsidenten, Importverbote bei GVO-Futtermittel zu nationalisieren.

Österreich bei GVO vorbildlich

"Bei Milch ist die Gentechnikfreiheit bei uns bekanntlich flächendeckend. Der Grund dafür liegt nicht zuletzt am hohen Gründlandanteil, der eine Eiweißfütterung ohne importierte Futtermittel möglich macht. Auch bei Geflügel und Eiern ist die GVO-Freiheit durch heimisches Futter gesichert. In der Schweineproduktion sind wir jedoch, wie das übrige Europa auch, auf Futtereinfuhren aus Übersee angewiesen. Hier wurden zwar im heimischen Lebensmittelhandel GVO-freie Angebote probiert, die Kosten waren jedoch den Konsumenten eindeutig zu hoch. Wenn nun die bisher einheitlichen europäischen Zulassungsverfahren für Importe aus Drittländern renationalisiert werden sollen und jedes Land andere Regeln hat, löst das eine Kontrollflut und eine wahre Kostenexplosion aus. Wir hingegen wollen für Konsumenten und Produzenten Wahlfreiheit statt Bevormundung", so Schultes abschließend.
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