NEOS und JUNOS holen "Die letzten Zeugen" nach Salzburg

Kornelia Thöni: "Gegen das Vergessen und gegen das Fortwirken von Antisemitismus aufmerksam machen"

Wien (OTS) - NEOS-Gemeinderätin Kornelia Thöni und JUNOS Salzburg holen am 11. und 12. Oktober 2015 das Burgtheaterstück "Die letzten Zeugen" von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann nach Salzburg. Das Bühnenstück wird im Salzburger Landestheater zu sehen sein. Geplant sind zwei Vorstellungen, um gegen das Vergessen und gegen das Fortwirken von Antisemitismus aufmerksam zu machen.

"Gerade die jüngsten Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund, wie etwa die Beschmierungen der Stolpersteine oder die Zerstörung des Euthanasie-Mahnmals in Salzburg, zeigen wie wichtig Aufklärung und der Rückblick in die Vergangenheit unseres Landes sind. Die Aufführung des Bühnenstückes 'Die letzten Zeugen' in Salzburg ist eine einmalige Gelegenheit und zugleich auch eine der letzten Möglichkeiten, jene Menschen zu hören und zu sehen, die den rassistischen Wahn und den Holocaust der Nationalsozialisten überlebt haben und als Zeitzeugen aus erster Hand davon berichten können", erklärt NEOS-Kultursprecherin Kornelia Thöni.

"Wir wollen mit unserem Engagement für dieses Stück ein klares Zeichen gegen Antisemitismus in Salzburg setzen. Jugendliche müssen für dieses Thema sensibilisiert und aufgeklärt werden, um möglichen Fehlentwicklungen vorzubeugen", ergänzt JUNOS-Landesvorsitzender Roland Bamberger. Hofrat Marko Feingold, Präsident der jüdischen Kultusgemeinde Salzburg fügt an: "In Salzburg gibt es neuerdings eine Reihe von rechtsradikal motivierten Übergriffen. Als jüdische Gemeinde unterstützen und begrüßen wir die Initiative von Gemeinderätin Thöni 'Die letzten Zeugen' nach Salzburg zu holen. Niemals darf vergessen werden, was damals passiert ist."

Im Oktober wird im Salzburger Landestheater mit den letzten Zeitzeugen der industriellen Massenvernichtung den Millionen Opfern der Shoah gedacht. "Wir freuen uns, dass es gelungen ist, ein so wichtiges Stück Zeitgeschichte in Bühnenform nach Salzburg zu holen. Ich möchte mich herzlich bei Intendant Carl Philip von Maldeghem bedanken, der uns sein Haus als Aufführungsort zur Verfügung stellt", so Thöni weiter. Eine Aufführung wird durch Spendenzusagen und Ticketverkäufe finanziert. Für die Realisierung der zweiten Aufführung - einer kostenlosen Schüler_innenaufführung - wurden Subventionsansuchen an die Stadt, das Land Salzburg und den österreichischen Nationalfonds gestellt.

NEOS will sich am Prozess der Aufklärung und der Sensibilisierung gegen Hass und Intoleranz mit ganzer Kraft beteiligen. "Die Stadt kann hinsichtlich der Bewusstseinsbildung und Aufklärung von Jugendlichen sehr viel tun. Wenn die Politik etwas gegen Rassismus und Rechtsextremismus machen will, so muss sie aktiv werden. "Wir alle gemeinsam dürfen nicht wegschauen, sondern müssen hinschauen und ein Zeichen für Toleranz, Offenheit und Wertschätzung setzen", so Thöni abschließend.

Die letzten Zeugen - das Stück.
In den letzten Zeugen, einem Stück von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann, bringen sieben Zeitzeugen unter Mitwirkung von Burgschauspieler_innen ihre Erinnerungen an den Holocaust mit eigenen Texten zur Aufführung. Ensemblemitglied ist auch Marko Feingold, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg.

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NEOS-Gemeinderätin Kornelia Thöni
Schloss Mirabell, 5020 Salzburg
Tel: +43 (0)662 8072-2916
E-Mail: neos@stadt-salzburg.at

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