GPA-djp-Fetik/Katzian: KV für die chemische Industrie mit sozialpolitischer Vorbildwirkung

Gleichstellung und Arbeitszeit bleiben über die Frühjahrslohnrunde hinaus GPA-djp-Schwerpunkte

Wien (OTS) - "Der Kollektivvertragsabschluss für die Beschäftigten in der Chemischen Industrie hat sozialpolitische Vorbildwirkung, von der in erster Linie Frauen profitieren werden", gratuliert Ilse Fetik, Frauenvorsitzende in der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) zu der gemeinsam mit der PRO-GE erzielten Einigung: "Die Erhöhung der Anrechnung der Karenzeiten auf bis zu 22 Monate auf alle Vorrückungen bedeutet einen großartigen Erfolg: Jede Statistik belegt, dass es leider noch immer fast ausschließlich Frauen sind, die zur Betreuung ihrer Kinder in Karenz gehen. Mit dieser Anrechnung für fast zwei Jahre Karenzzeit pro Kind sind wir unserem Ziel des dringend notwendigen Lückenschlusses in der Einkommensschere wieder einen Schritt nähergekommen."++++

Auch GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian wertet den für rund 45.000 Beschäftigte gültigen Kollektivvertragsabschluss als wichtiges Signal für alle weiteren Verhandlungen: "Das zum Auftakt der Frühjahrslohnrunden formulierte Ziel, den Beschäftigten einen ordentlichen Einkommenszuwachs über der Inflationsrate zu sichern, ist in allen Abschlüssen gelungen. Mindestens genau so großes Augenmerk legen wir auf das Rahmenrecht. Neben der Gleichstellung von Frauen und Männern haben wir uns mit der Arbeitszeit einen weiteren Schwerpunkt für das Jahr 2015 gesetzt - die zwei durchgesetzten arbeitsfreien Tage bei voller Bezahlung für die Beschäftigten in der Chemischen Industrie sind nur eine von vielen möglichen Verbesserungen für die Betroffenen."

Das Verhandlungsspektrum reiche nunmehr von zusätzlichen und nachhaltig freien Arbeitstagen, über kollektivvertraglich verankerte Freizeitoptionen wie in der Elektro- und Elektronikindustrie bis hin zur Forderung nach der sechsten Urlaubswoche für alle Beschäftigten, so Katzian abschließend: "Es gibt eine Reihe von Handlungsfeldern, die wir beackern werden, um Arbeit so umzuverteilen, dass einerseits die Work-Life-Balance der Beschäftigten verbessert werden kann und andererseits mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können - auch Arbeitszeit ist eine Verteilungsfrage!"

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