APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Häupl, Schelling und Strache aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 17.04. bis 24.04.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche erneut der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ). Einen Erfolg konnte Häupl beim 70. Wiener SPÖ-Parteitag für sich verbuchen, bei dem er am vergangenen Samstag von 95,8 Prozent der Delegierten als Wiener Stadtchef bestätigt wurde. Dies wird als Stärkung Häupls für den kommenden Landtagswahlkampf gesehen. Zu seinem kontroversen Statement zur geplanten Arbeitszeiterhöhung für Lehrer äußerte sich Häupl versöhnlich: "Die Falschen fühlen sich betroffen. Es ist mir außerordentlich ferngelegen, jemanden zu kränken", so der amtierende Wiener Bürgermeister in Richtung der Pädagogen. Seine Kritik richte sich vielmehr an deren politische Vertreter, etwa - den von Häupl als "Mr. Njet" bezeichneten - Beamtengewerkschaftschef Fritz Neugebauer (ÖVP).

Um Zusammenarbeit über die Grenzen Wiens hinaus war Häupl am vergangenen Dienstag bemüht: Im Rathaus empfing er politische Vertreter und Bürgermeister von rund 20 europäischen Hauptstädten. Häupl knüpft damit lose an sein Amt als Präsident des Rates der Gemeinden und Regionen in Europa (CEMR) an, das er von 2004 bis 2010 bekleidete. Sinn des Zusammentreffens war die bessere Vernetzung der Städte untereinander, sowie eine stärkere politische Stimme der Hauptstädte auf EU-Ebene und mehr Entscheidungsfreiheit bei der Finanzierung nachhaltiger Projekte. "Es geht darum, dass man den Städten definierter Weise einen größeren Spielraum beim Aufnehmen von Fremdmittel erlaubt", so Häupl gegenüber der "Wiener Zeitung."

Als Neueinsteigerin der Woche etablierte sich die ehemalige niederösterreichische Landesrätin für Baurecht und Asyl, Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team Niederösterreich), auf Platz sieben. Kaufmann-Bruckberger, gegen die die Korruptionsstaatsanwaltschaft im Zusammenhang mit den Kärntner Seengrundstücken wegen Beitrags zur Untreue, Bestechung, Bestechlichkeit, Verdachts der Steuerhinterziehung und Verdachts der falschen Zeugenaussage ermittelt, war am Donnerstag offiziell von ihrem Amt als Landesrätin zurückgetreten. Sie habe sich zu diesem Schritt entschlossen, "um Schaden vom Land abzuwenden", so die frühere politische Funktionärin der FPÖ, des BZÖ, sowie des Team Stronach. "Die ständige Vorverurteilung und das vergiftete Klima" würden ihr die politische Arbeit unmöglich machen, so die Ex-Landesrätin. Als Grund für Kaufmann-Bruckbergers plötzlichen Rücktritt wird in Medien-Kommentaren die angedrohte Beendigung der Unterstützung durch die niederösterreichische ÖVP vermutet. Auch auf ihr Landtagsmandat wolle sie verzichten, erklärte die Landesrätin Anfang der Woche, sie werde so keine "wilde Abgeordnete" werden. Wer Kaufmann-Bruckberger als Landesrätin nachfolgen soll, ist laut Team Niederösterreich noch nicht entschieden.

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