„Heimat Fremde Heimat“ am 26. April: 100-jährige Wunde – türkisch-armenische Beziehungen

Wien (OTS) - Lakis Jordanopoulos präsentiert in dem in HD produzierten ORF-Magazin "Heimat Fremde Heimat" am Sonntag, dem 26. April 2015, um 13.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

100-jährige Wunde - türkisch-armenische Beziehungen

Diese Woche begann die Plenarsitzung des österreichischen Nationalrats mit einer Schweigeminute. Nationalratspräsidentin Doris Bures verwies auf die Sechs-Parteien-Erklärung zur Verurteilung des Genozids an den Armeniern vor genau 100 Jahren im damaligen Osmanischen Reich. Damals wurden an die eineinhalb Millionen Menschen aus ihren Heimatstädten in Anatolien von der türkisch-nationalistischen Regierung in Richtung Deir ez-Zor, einer Ortschaft in der syrischen Wüste, in den Todesmarsch geschickt. Die meisten von ihnen überlebten nicht. Obwohl dieser Genozid an den Armeniern im Jahr 1987 auch vom Europäischen Parlament als solcher anerkannt wurde, leugnet die offizielle Türkei den Völkermord bis heute. Darüber, wie diese Tatsache die Beziehungen zwischen Armeniern und Türken belastet, berichtet Mehmet Akbal.

100 Jahre Genozid an den Armeniern

Anlässlich des 100. Jahrestags des Genozids an den Armeniern ist einiges in Bewegung geraten. Vom Papst bis zum österreichischen Parlament sind religiöse und politische Institutionen bemüht, dem Schweigen über den Völkermord an 1,5 Millionen Menschen ein Ende zu bereiten. Was bleibt, ist das Trauma und die Trauer der Hinterbliebenen, weitergegeben von Generation zu Generation. In Gesprächen mit der österreichisch-armenischen Künstlerfamilie Asatrean und dem Wiener Armenier Sebouh Baghdoyan kommen die schmerzhaften Erinnerungen erneut ans Licht. Eine Spurensuche von Sabina Zwitter.

Die Insel der armenischen Kultur

Das armenisch-katholische Mechitaristenkloster in Wien-Neubau ist seit mehr als 200 Jahren eine Heimstätte der armenischen Sprache, Literatur, Wissenschaft und Kultur. Doch ihr wissenschaftlicher Glanz ist international bekannter als in Wien selbst. Derzeit leben und arbeiten sechs Mönche im Mechitaristenkloster - dem früheren Kapuzinerkloster, das 1810 von Kaiser Joseph II. den aus Triest vertriebenen Mechitaristen überlassen wurde. Heute besitzt das Kloster eine der wichtigsten Bibliotheken Europas mit armenischer Literatur und ein Museum, in dem die sehr alte und wertvolle armenische Kunst bewahrt und ausgestellt wird. Mehmet Akbal hat das Kloster besucht.

Die in HD produzierte Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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