Chemische Industrie: Mindest-Löhne und -Gehälter steigen um 1,95 Prozent

Gewerkschaften erreichten zwei bezahlte arbeitsfrei Tage und eine verbesserte Anrechnung der Karenzen

Wien (OTS) - Nach äußerst schwierigen, aber sozialpartnerschaftlichen Kollektivvertragsverhandlungen konnten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp in der dritten Verhandlungsrunde am 23. April ein Ergebnis für die rund 45.000 Beschäftigten der chemischen Industrie erzielen. Es konnte ein Doppelabschluss für die beiden Jahre 2015 und 2016 getätigt werden. Zudem erreichten die Gewerkschaften, dass der 24. Dezember und 31. Dezember bezahlte arbeitsfreie Tage sind, sowie Verbesserungen bei der Anrechnung von Karenzzeiten. Beide Abschlüsse haben eine Laufzeit von jeweils zwölf Monaten.++++

"Die erkämpften Lohn- und Gehaltserhöhungen sichern die Kaufkraft der Beschäftigten. Mit den zwei arbeitsfreien Tagen und der verbesserten Anrechnung der Karenzen werden nun zentrale Forderungen den Gewerkschaften umgesetzt", sagen die beiden Verhandlungsleiter Alfred Artmäuer (PRO-GE) und Roman Krenn (GPA-djp).

Der Abschluss im Detail:

Ab 1. Mai 2015
- Erhöhung der Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter sowie Lehrlingsentschädigungen und Schichtzulagen: + 1,95 %
- Erhöhung der IST-Löhne/-Gehälter: + 1,75 %
- Erhöhung der Reisediäten: + 1,44 %
- 24. Dezember arbeitsfrei unter Fortzahlung des Entgelts (Wert:
0,25%)

Ab dem 1. Mai 2016:
- Erhöhung der Mindestlöhne und Mindestgrundgehälter sowie Lehrlingsentschädigungen und Schichtzulagen: 0,5 %
- Erhöhung der IST-Löhne/-Gehälter: + 0,45 % auf die durchschnittliche Inflationsrate von April 2015 bis März 2016
- Erhöhung der Diäten um die durchschnittliche Inflationsrate
- 31. Dezember arbeitsfrei unter Fortzahlung des Entgelts (Wert:
0,25%)
- Anrechnung von Karenzzeiten auf alle Vorrückungen in den Verwendungsgruppen im Ausmaß von 22 Monaten

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