Industrie: Elementarpädagogik als zentrales Bildungsfundament stärken

IV-GS Neumayer: Bildungspolitischen Fokus auf die Lebensphase bis sechs Jahre legen

Wien (OTS) - Einen "wichtigen Baustein für die Stärkung und Weiterentwicklung der Elementarpädagogik als zentralem Bildungsfundament", sieht Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) heute, Freitag, in den von Bundesministerin Sophie Karmasin im Vorfeld des Symposiums "Elementarpädagogik der Zukunft" präsentierten Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Elementarpädagogik in Österreich. "Elementarbildung ist der erste institutionelle Ansatzpunkt zur Potenzial- und Begabungsförderung unserer Kinder. Sie ist der Schlüssel für echte Chancengerechtigkeit. Elementare Bildungseinrichtungen sind daher - neben der Familie - entscheidend für die non-formale Bildung von mehr als 270.000 Kindern. Der bildungspolitische Fokus muss daher auch auf die Bildungsphase bis sechs Jahre gelegt werden", betonte Neumayer.

Überzogenen elementarpädagogischen Bildungsföderalismus beenden

"Es braucht pädagogische Qualität von Beginn an. Optimale Rahmenbedingungen durch ein Bundesrahmengesetz und Ausbildung in höchster Qualität für Pädagoginnen und Pädagogen sowie Assistentinnen und Assistenten. Ebenso bedarf es fairer Finanzierung und größtmöglicher Autonomie", so Neumayer. Gelingende Übergänge und zwei verpflichtende Kindergartenjahre für alle Kinder im Rahmen einer neuen Bildungspflicht seien weitere entscheidende Aspekte. Ebenso das "Aus für den elementarpädagogischen Bildungsföderalismus und zielgerichtete Investitionen dort, wo diese den meisten Nutzen stiften - nämlich bei den Kindern", konkretisierte der IV-Generalsekretär, der klarstellte: "Wir müssen endlich die strukturellen Herausforderungen lösen und das Wechselspiel systemischer Unzuständigkeiten beseitigen. Dafür braucht es die Bundeskompetenz für Elementarbildung im Bildungsressort. Nur so wird ein Verständnis aller Institutionen für die gemeinsame Verantwortung der Bildungsbiografie aller Kinder aufgebaut."

Elementarpädagogik als eigenen Bildungsbereich anerkennen

Die Elementarpädagogik müsse als eigenständiger, gleichwertiger Bildungsbereich anerkannt werden, appellierte der IV-Generalsekretär:
"Krippen und Kindergärten sind keine bloßen Betreuungseinrichtungen, sie leisten - neben ihrer wichtigen Rolle im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf - wichtige Bildungsarbeit." Diese zahle sich für Kinder, Familien, Gesellschaft und Wirtschaft aus, denn:
"Frühkindliche Bildung verbessert die kognitiven Fähigkeiten und das Sozialverhalten der Kinder. Langfristig kommt es zu volkswirtschaftlichen Nutzeffekten. Dies untermauert einmal mehr auch die heute von BM Karmasin vorgestellte Studie des ÖIF über die Betreuung, Bildung und Erziehung im Kindesalter." Die IV unterstütze daher jede Maßnahme für eine positive Weiterentwicklung des Elementarbereichs und die Verbesserung elementarer Bildungsqualität. Sehr gerne bringe man sich auch in den von BM Karmasin angekündigten Prozess "Zukunft. Qualität. Elementarpädagogik" ein, denn, so Neumayer abschließend: "Die Qualität der Krippen und Kindergärten ist ein entscheidender Faktor für eine optimale frühkindliche Förderung. Die Bildungsqualität darf nicht länger vom Wohnort abhängen."

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