„Plattform Frauen im ORF“ vergibt „Lila Limette 2014“

„Plattform Frauen im ORF“ vergibt „Lila Limette 2014“

Wien (OTS) - Die "Lila Limette" ist - vergleichbar mit der "Sauren Gurke" von ARD/ZDF/ORF - ein Negativ-Preis für ORF-Produktionen, die im Hinblick auf gender-sensible Berichterstattung extreme Defizite aufweisen. Initiatorinnen des Preises sind die TaskForce-Frauen der ORF Frauenplattform, Mitglieder der Jury sind Mag.a Sandra Konstatzky, Gleichbehandlungsanwaltschaft des Bundes, Mag.a Ingrid Moritz, Leiterin der Abteilung Frauen in der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien und Mag. Norbert Pauser, Diversity & Inclusion Experte.
Die "Lila Limette" wurde erstmals 2013 vergeben. Sie soll vor allem zur Qualitätssteigerung beitragen, die interne Diskussion im ORF anregen und eine gendergerechte, journalistische Verantwortung stärken.

Der Negativpreis "Lilia Limette" geht für das Jahr 2014 an die Kultur-Dokumentation "Geschichten vom Leben - An der Tankstelle" vom 28.9.2014 in ORF 2. Regie: Werner Boote/Redaktion: Beate Thalberg/Hauptabteilung Kultur: Martin Traxl
Jurybegründung: "Schon die Auswahl der ProtagonistInnen ist beachtenswert: Acht Männer und eine Frau. Diese ist Prostituierte/Sexarbeiterin. Frauen kommen in diesem Film ausschließlich als Objekt der sexuellen Begierde vor. Die gesamte Produktion ist voller Sexismen und hat einen herablassenden Ton gegenüber Frauen."

Als Gegenstück zur Lila Limette wird auch ein "Positivpreis der Plattform Frauen im ORF" vergeben, der besonders gender-sensible, frauenfördernde Berichterstattung würdigt. Er soll ermutigen, feministische und frauenpolitische Fragen in ORF-Programmen zum Thema zu machen.

Den Positivpreis 2014 erhält die Kultur-Dokumentation "Blitzgescheit, gut ausgebildet, weiblich" vom 13.10.2014 in ORF 2. Regie: Sandra Krieger und Karoline Thaler/Redaktion: Beate Thalberg/Hauptabteilung Kultur: Martin Traxl
Das Jury-Urteil: "Die Dokumentation greift das Thema "Frauen im Kunst- und Kulturbetrieb" sehr vielschichtig, subtil und mit großem Tiefgang auf. Sie zeigt auf, dass Frauen in dieser Branche nach wie vor nicht gleichberechtigt sind. Trotzdem macht sie Mut, sich als Frau zu positionieren, sich nicht unterkriegen zu lassen und den eigenen Weg zu gehen. Die Protagonistinnen stehen überwiegend ihre Frau und nicht ihren Mann."

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ORF Frauenplattform/frauenplattform@orf.at

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