KO Hirz: OÖ.Bäderstudie ist reine Kosten-Nutzen-Rechnung und ignoriert Bedürfnisse der Menschen

Bund nimmt sich völlig aus der Verantwortung

Linz (OTS) - Weiter scharfe Kritik übt der Klubobmann und Sportsprecher der Grünen OÖ LAbg. Gottfried Hirz an der präsentierten OÖ.Bäderstudie. Diese empfiehlt, in den nächsten zehn Jahren mehr als ein Drittel aller bestehenden OÖ. Frei- und Naturbadeanlagen zu schließen.

Lebensqualität lässt sich nicht in reinen Zahlen messen

Zweifellos war der Bau vieler Frei- und Hallenbäder in den 70er Jahren ambitioniert und haben nachfolgend die Erhaltungskosten viele Gemeinden finanziell überfordert. Aber die nackten Zahlen dürfen nicht der einzige Maßstab sein. Es geht vielmehr um die Lebensqualität der Menschen und die Frage was uns diese Lebensqualität wert ist. "Bäder bedeuten Gesundheitsförderung, Freizeitaktivität, Stätten für Schul- und Leistungssport und einfach nur Vergnügen. Bäder sind wichtig für das gesellschaftliche Leben. Bäder bedeuten Lebensqualität, die sich nicht in Zahlen messen lässt, deren Verlust aber nachhaltige Folgen hat", betont Hirz und kritisiert, dass sich diese Bewertung viel zu sehr an der touristischen Bedeutung kommunaler Badeanlagen orientiert hat.

Bäderplan geht auf Kosten der Menschen in den Regionen und fördert PKW Verkehr

"Die geplante Bäder-Schließungswelle geht aber vor allem auf Kosten der einheimischen Bevölkerung, der Menschen in den Regionen. Es ist doch Konsens die Regionen zu stärken und weiterzuentwickeln. Maßnahmen wie dieser Schließungsplan erreichen aber genau das Gegenteil", kritisiert Hirz und verweist auch auf die Folgen für die Mobilität. Weniger Bäder bedeuten größere Entfernungen. Entfernungen, die kaum mehr mit dem Rad und schon gar nicht zu Fuß bewältigt werden können. Damit sind die Menschen erst wieder gezwungen, ins Auto zu steigen".
Völlig unverständlich ist für Hirz die komplett fehlende Unterstützung von Bundesseite. "Sowohl Sport- als auch Gesundheits-und Bildungsministerium nehmen sich hier völlig aus der Verantwortung. Es gibt keinerlei zusätzlichen Fördermöglichkeiten für die Gemeinden durch den Bund. Dieser ignoriert damit beinhart die Bedürfnisse der Menschen".

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