ASFINAG erwirtschaftet 2014 Jahresüberschuss von 519 Millionen Euro

Investitionen wurden 2014 auf 909 Millionen Euro erhöht – Deutliche Steigerung der Eigenkapitalquote auf 23,7 Prozent

Wien (OTS) - Bei einer Pressekonferenz legte die ASFINAG heute die Bilanz 2014 vor. Die Zahlen zeigen: Die ASFINAG setzt den positiven Wirtschaftskurs auch 2014 fort: einen Jahresüberschuss von 519 Millionen Euro erwirtschaftet, die Eigenkapitalquote auf 23,7 Prozent gesteigert, die fiktive Schuldentilgungsdauer erneut auf ein Rekord-Niveau von aktuell 20 Jahren reduziert sowie 909 Millionen Euro in mehr Sicherheit und Verkehrsentlastung investiert.

"Wir sind wirtschaftlich sehr erfolgreich unterwegs - wir können die notwendigen Investitionen in Sicherheit und Verkehrsentlastung auch in Zukunft aus eigener Kraft tätigen. Dies betrifft auch den operativen Betrieb unseres Streckennetzes, erklären die ASFINAG-Vorstände Klaus Schierhackl und Alois Schedl. Die ASFINAG präsentierte einen positiven Free-Cashflow von 145 Millionen Euro und leistete 173 Millionen Euro an Körperschaftssteuer. Darüber hinaus lieferte die ASFINAG eine Dividende von 200 Millionen Euro ab. "Die ASFINAG kann rasch auf Marktänderungen reagieren und genießt großes Vertrauen bei Investoren: gute Zeichen für eine nachhaltig positive wirtschaftliche Performance", so die Vorstände.

"Wir haben 2014 in Summe 205 Millionen Euro mehr als 2013 in unser Streckennetz investiert. Bis 2020 werden es weitere sieben Milliarden Euro sein. Der Aufwand für Erhaltung und Sanierung erhält auch in den kommenden Jahren Priorität", erklären die Vorstände, "ohne Fremdkapital sind solche Investitionen nicht möglich. Der gute Wirtschaftskurs hält die Höhe dieser benötigten Fremdmittel auf einem niedrigen Niveau." Die Neuverschuldung liegt mit rund 123 Millionen Euro unter den ursprünglich geplanten 156 Millionen Euro.

Fiktive Schuldentilgungsdauer mit 20 Jahren auf Rekord-Niveau

Wesentlicher Indikator für die gute Balance zwischen Ertragskraft und Verschuldung ist die so genannte fiktive Schuldentilgungsdauer von aktuell 20 Jahren - ein erfreulicher Rekordwert. Das bedeutet: bei einem Stopp des Neubaus könnte die ASFINAG innerhalb von 20 Jahren alle Schulden tilgen. Also weit unter jenen 30 Jahren, die der durchschnittlichen Lebensdauer einer Autobahn entsprechen.

Ebenso erfreulich die Präsentation des Finanzergebnisses: 64 Millionen Euro weniger an Zinslasten ist vor allem auf die günstige Zinsentwicklung, aber auch auf das nachhaltige Vertrauen der Investoren in die solide Wirtschaftsperformance der ASFINAG zurückzuführen.

Positive Einnahmenentwicklung - Zunahme der Gesamtfahrleistung um 4,5 Prozent

Vorrangig finanziert sich die ASFINAG durch Mauteinnahmen - es gibt keine Zuschüsse des Bundes. Die Erlöse aus Lkw-Maut (Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) sowie Vignette und Sondermauten (Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen Gesamtgewicht) stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent. Die Einnahmen aus der Lkw-Maut betrugen 1,242 Milliarden Euro (ein Plus von 9,4 Prozent) sowie aus der Pkw-Maut 583 Millionen Euro (ein Plus von 5,4 Prozent: 428 Millionen Euro aus Vignette, 155 Millionen Euro aus der Sondermaut).
Die Fahrleistung bei Lkw und Bussen nahm 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent zu - bei den Fahrzeugen unter 3,5 Tonnen Gewicht waren es 4,7 Prozent. Das entspricht einer durchschnittlichen Zunahme der Gesamtverkehrsleistung von 4,5 Prozent.

Investitionen dort, wo Mensch, die Sicherheit und Wirtschaft es benötigen

909 Millionen Euro investierte die ASFINAG im abgelaufenen Bilanzjahr in das Österreichische Autobahnen- und Schnellstraßennetz - ein Investment, das sich hinsichtlich Sicherheit und heimischer Wirtschaft mehr als bezahlt macht. "Was können wir uns leisten - und was brauchen die Menschen und der Wirtschaftsstandort. Nach diesen Vorgaben arbeiten wir. Jeder zweite Euro fließt in die Erhöhung der Verkehrssicherheit - von Kontroll- und Rastplätzen, modernster Straßenausrüstung, griffigeren Belägen durch Sanierungen und bis zu intelligenten Verkehrssteuerungssystemen. Weitere Verkehrsentlastung ist auch 2015 vorrangig, wenn wir eine Milliarde Euro in unsere Autobahnen- und Schnellstraßen investieren", bestätigen die ASFINAG-Vorstände Schedl und Schierhackl.

Bis 2020 stellt die ASFINAG 7,2 Milliarden Euro für das österreichische Autobahn- und Schnellstraßennetz bereit - mit dieser Investition wird auch der Anlagewert stetig gesteigert. Einfach gesagt: der Wert der Infrastruktur ist mehr wert als die Verbindlichkeiten. Das ist nur möglich mit umsichtiger Finanzstrategie und einem stabilen Überschuss. "Damit sind wir auch einer der Taktgeber für den Wirtschaftsmotor. Denn schließlich schaffen und erhalten wir mit unseren Investitionen auch Arbeitsplätze", erklären die Vorstände.

Mehr Sicherheit und weniger Staus auf unseren Autobahnen

Die ASFINAG will die sichersten Autobahnen und Schnellstraßen in Europa zur Verfügung stellen - besonders, wenn es um Tunnel geht: 1,5 Milliarden Euro fließen bis 2019 in das Tunnelsicherheitsprogramm. Die größten Tunnelprojekte 2014: Vollausbau Bosrucktunnel (Gesamtinvestition von 280 Millionen Euro, davon 40 Millionen Euro im Jahr 2014), Vollausbau der Tunnelkette Klaus (144 Millionen Euro), Vollausbau Gleinalmtunnel (240 Millionen Euro) oder Beginn der Arbeiten zur Sanierung und Errichtung von weiteren Fluchtwegen im Arlberg Straßentunnel (160 Millionen Euro).

Verkehrsentlastung und Schutz für die Umwelt: für den Abschnitt Schrick bis Poysbrunn auf der A 5 Nord Autobahn fiel 2014 der Startschuss. Mit dem Bau der S 10 Mühlviertler Schnellstraße zwischen Unterweitersdorf und Freistadt Nord (Investition 2014 von 162 Millionen Euro - Gesamtinvestition von 680 Millionen Euro) schafft die ASFINAG eine optimale Verbindung des Mühlviertels mit dem oberösterreichischen Zentralraum. Größte Investitionen in die Erhöhung der Verkehrssicherheit mit griffigeren Belägen und Sanierungen waren die Generalerneuerung der A 23 Südosttangente im Bereich Hochstraße Inzersdorf (Gesamtinvestition von 127 Millionen Euro), die Generalerneuerung des Knotens Prater auf der A 4 Ost Autobahn (71 Millionen Euro) oder die neue dritte Fahrspur zwischen Flughafen und Fischamend auf der A 4 Ost Autobahn (Investition von 43 Millionen Euro).

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