Stadt Wien feiert „70 Jahre Jugend am Werk“

Jubiläum mit Bundesminister Hundstorfer, Stadträtin Wehsely und Stadtrat Oxonitsch

Wien (OTS) - Jugend am Werk feierte gestern mit Bundesminister Hundstorfer, Stadträtin Wehsely, Stadtrat Oxonitsch und zahlreichen Ehrengästen das 70 Jahr-Jubiläum.

Jugend am Werk blickt auf eine erfolgreiche Geschichte zurück: Vor 70 Jahren wurde die Aktion "Jugend am Werk" gegründet und zählt heute zu einer der größten österreichischen Trägerorganisationen im Sozialbereich.

Am 23. April 2015 wurden im Rahmen eines Festakts im Wiener Rathaus die Geschichte sowie die aktuellen Leistungsbereiche der Organisation präsentiert und mit Bundesminister Rudolf Hundstorfer, Gesundheits-und Sozialstadträtin Sonja Wehsely, Jugendstadtrat Oxonitsch und zahlreichen Ehrengästen das runde Jubiläum gefeiert.
Mehr Chancen am Arbeitsmarkt

"Jeder junge Mensch muss wenn notwendig auch mehrere Chancen erhalten, um ein selbstbestimmtes Leben durch eine fair bezahlte Erwerbsarbeit führen zu können. Jugend am Werk ist eine ganz wichtige Einrichtung, um gerade Jugendlichen mit Problemen am Arbeitsmarkt diese Chancen zu eröffnen. Mit der Ausbildungsverpflichtung, die ab Herbst kommenden Jahres gelten wird, gehen wir in diese Richtung einen weiteren Schritt. Nur wer gut ausgebildet ist, wird am Arbeitsmarkt der Zukunft seine Chancen nützen können", sagte Sozialminister Rudolf Hundstorfer.
Im Geschäftsbereich der Berufsausbildung für Jugendliche erhalten jährlich rund 1.400 Jugendliche, die keine Lehrstelle am freien Arbeitsmarkt finden konnten, sowie rund 200 Erwachsene, die Bildungsabschlüsse nachholen möchten, in eigenen Lehrbetrieben Angebote für eine hochwertige berufliche Ausbildung. Hier leistet Jugend am Werk einen wesentlichen Beitrag in der Umsetzung der Wiener Ausbildungsgarantie. In Kooperation mit Partnerbetrieben wird zudem ein "Ausbildungsverbund" angeboten, bei dem Lehrlinge anderer Betriebe bestimmte Ausbildungseinheiten in den Lehrbetrieben absolvieren können.

Mehr Chancen für Menschen mit Behinderungen

"Jugend am Werk schafft mehr Berufschancen für Menschen mit Behinderung und sorgt damit für mehr Selbstbestimmung. Denn eine abgeschlossene Ausbildung und eine Arbeit sind der Schlüssel für ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben. In diesem Sinne ist die Arbeit von Jugend am Werk ein wesentlicher Bestandteil der Wiener Behindertenpolitik, um Menschen mit Behinderung nachhaltig zu unterstützen und zu fördern", so Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely.

Aktuell gehen rund 1.750 Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung in Werkstätten und Tagesstrukturen einer sinnvollen Tätigkeit nach. Darüber hinaus werden jährlich rund 300 Personen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung durch Projekte gezielt dabei unterstützt, einen Arbeitsplatz am allgemeinen Arbeitsmarkt zu erlangen und zu erhalten. Etwa 850 Erwachsenen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung wird zudem ein differenziertes Angebot bedarfsorientierter Wohnformen bereitgestellt, aus dem sie zwischen Wohnhäusern, Wohngemeinschaften sowie begleiteten Wohnplätzen in Einzelwohnungen wählen können.

Jugend am Werk bietet Jugendlichen ein neues Zuhause

"Jugend am Werk wurde vor 70 Jahren im Rahmen der MAG ELF gegründet und ist bis zum heutigen Tag ein wichtiger Partner der Wiener Kinder-und Jugendhilfe. Egal ob nun sportliche Angebote für Menschen mit Behinderung und Lehrlinge oder die Kinder- und Jugendwohngemeinschaften: Jugend am Werk ist eine wichtige Säule unserer Gesellschaft. Ich danke Jugend am Werk für die gute und wertvolle Zusammenarbeit und hoffe dass sich letztere noch lange fortsetzt", so Jugendstadtrat Christian Oxonitsch.

Seit dem Jahr 2012 führt Jugend am Werk im Auftrag der MAG ELF insgesamt vier Wohngemeinschaften für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 4 und 18 Jahren. Seit Jänner 2015 ist außerdem die "REiNTEGRA Berufliche Reintegration psychisch kranker Menschen in Wien gemeinnützige GmbH" eine eigenständige Tochterunternehmung der "Jugend am Werk Begleitung von Menschen mit Behinderung GmbH".

"Die Entwicklung der Organisation Jugend am Werk zeigt, dass unsere Dienstleistungen auch in Zukunft benötigt werden", betont Geschäftsführer Walter Schaffraneck. "Auf der einen Seite eine hochwertige berufliche Ausbildung für junge und erwachsene Menschen, um ihren Weg zu einem unabhängigen und selbstbestimmten Leben zu ermöglichen. Und auf der anderen Seite eine bedarfsgerechte Begleitung und Unterstützung für Menschen mit Lernschwierigkeiten und Behinderung oder psychischer Erkrankung, damit diese möglichst selbstbestimmt aktiv an der Gesellschaft teilhaben können."

Über Jugend am Werk

Am 1. Juni 1945 gründete die Stadt Wien auf Initiative von Fritz Konir vom Österreichischen Gewerkschaftsbund im Rahmen der MAG ELF (Jugendamt) die Organisation "Jugend am Werk". Stand zu Beginn noch die Beschäftigung Jugendlicher beim Wiederaufbau im Vordergrund, verlagerte sich der Schwerpunkt in den folgenden Jahren auf die berufliche Aus- und Weiterbildung, die bis heute ein zentrales Aufgabengebiet der Organisation darstellt. Seit 1957 ist "Jugend am Werk" ein eigenständiger Verein und hat sich in den vergangenen 70 Jahren zu einer der größten österreichischen Trägerorganisationen im Sozialbereich entwickelt.

Über 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Verein und den beiden gemeinnützigen Tochtergesellschaften, der "Jugend am Werk Berufsausbildung für Jugendliche GmbH" sowie der "Jugend am Werk Begleitung von Menschen mit Behinderung GmbH" beschäftigt und leisten einen wesentlichen Beitrag für die sozialpolitische Ausgestaltung der Versorgung für benachteiligte Menschen in Wien.

Rückfragen & Kontakt:

Jugend am Werk Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Wolfgang Bamberg
Mobil: 0664 839 83 73
Email: pr@jaw.at
http://www.jaw.at/

Katharina Ebhart-Kubicek
Büro Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely
Tel.: 01/ 4000/ 81 243
E-Mail: katharina.ebhart-kubicek@wien.gv.at

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