Nationalrat – Antoni/Unterrainer: Ausweitung der Jugendgerichtshilfe auf ganz Österreich wichtiger Schritt

Konsequenzen aus Fehlern im Strafvollzug müssen gezogen werden

Wien (OTS/SK) - "Die Ausweitung der Jugendgerichtshilfe, die es bisher nur in Wien gab, ist ein wichtiger Schritt, um die Gerichte mit den ihnen übertragenen Arbeiten mit Jugenderhebungen und Kriseninterventionen mit dem Ziel der Verkürzung der Haft und der U-Haft zu unterstützen. Inhaftierte sind ein Teil der Gesellschaft, denen man im Geiste der Brüderlichkeit begegnen muss", stellten die SPÖ-Abgeordneten Konrad Antoni und Max Unterrainer gestern, Donnerstag, im Nationalrat klar. ****

"Im Strafvollzug sind Fehler passiert. Daraus müssen Konsequenzen gezogen werden und neue Regelungen eingeführt werden. Ich bin froh, dass bereits reagiert wurde und laufende Verbesserungen passieren. Bei den Jugendlichen etwa ist die Zahl der Inhaftierten zwischen dem vergangenen Jahr und heuer von 144 auf 90 gesunken", so Unterrainer. "Das Modell betreuter Wohngruppen für Jugendliche ist diesbezüglich ein wichtiger Schritt. Resozialisierung muss im Mittelpunkt der Bemühungen stehen."

Antoni ging in seiner Rede vor allem auf die Jugendgerichtshilfe ein und erläuterte, dass es zwischen 1929 und 2003 eine wichtige Institution, den Jugendgerichtshof in Wien gab, der unter Justizminister Böhmdorfer, trotz negativer Stellungnahmen fast aller ExpertInnen, geschlossen wurde. "Damit wurde eine wichtige Einrichtung zerstört", so Antoni. Den Ausbau der Jugendgerichtshilfe auf ganz Österreich begrüßt Antoni. "Durch den Einsatz von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern können rasche Maßnahmen gesetzt werden. Es ist erfreulich, dass es eine Einrichtung nun auch in Graz geben wird. Eine Ausweitung auf ganz Österreich ist zu forcieren", so Antoni abschließend. (Schluss) sc/ms/mp

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