Franz Georg Brantner neuer Vorsitzender der GPA-djp Wien

Katzian kündigt breite Diskussion zum Thema Arbeitszeitverkürzung an

Wien (OTS) - Unter dem Motto: "Stärken, Mobilisieren, Durchsetzen" fand gestern das Wiener Regionalforum der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) statt. Franz Georg Brantner wurde mit 96,7 %zum neuen Regionalvorsitzenden gewählt. Arbeitszeit, Gleichstellung und Verteilungsgerechtigkeit standen im Mittelpunkt der inhaltlichen Debatten.++++

Brantner löst in dieser Funktion Fritz Hagl, BR-Vorsitzender von Siemens, ab. Der 54 jährige Brantner ist Zentralbetriebsratsvorsitzender bei Herba-Chemosan und Vorsitzender des Wirtschaftbereichs Handels in der GPA-djp. Daneben fungiert er auch als Sprecher der "Allianz für den freien Sonntag". "In einer Organisation an verantwortungsvoller Stelle zu arbeiten, die in den letzten Jahren wie kaum eine andere die Rahmenbedingungen für ArbeitnehmerInnen erfolgreich gestalten konnte, macht mich stolz. Besonders freut es mich, dass auch die GPA-djp Wien im letzten Jahr den Turnaround bei der Mitgliederentwicklung geschafft haben und wie die Gesamtorganisation kräftig wächst. Wir werden gemeinsam diesen erfolgreichen Weg weitergehen."

Inhaltlich konzentriert sich die GPA-djp Wien auf die Themen Arbeitszeitverkürzung, Gleichstellung und Verteilungsgerechtigkeit. Der Vorsitzende der GPA-djp Wolfgang Katzian betonte, dass die beschlossene Steuerreform ein großer Erfolg der Gewerkschaften sei, der ohne das Engagement von tausenden BetriebsrätInnen nicht möglich gewesen wäre. "Klar ist, dass wir uns in Sachen Gegenfinanzierung andere Schwerpunkte gewünscht hätten. Aber alle, die nun glauben, unser Kampf für ein gerechteres Steuersystem und die Besteuerung großer Vermögen, sei jetzt zu Ende, muss ich enttäuschen."

"Unser Erfolg in der Mitgliederentwicklung ist zu einem großen Teil weiblich. Unser Engagement für die Anhebung der Mindestgehälter etwa im Handel, wird honoriert und wir werden in dieser Frage weiter dran bleiben. Es werden wohl auch 1.700. Euro Mindestgehalt als nächstes Ziel gerechtfertigt sein", betont Katzian

"Die Bekämpfung der hohen Arbeitslosigkeit wird uns in den kommenden Jahren noch stärker beschäftigen. Natürlich ist dies eine gesamteuropäische Herausforderung und es muss überlegt werden, wie die öffentlichen Investitionen in Zukunftsbereiche aus den strengen Fiskalregeln ausgenommen werden können. Es ist abzusehen, dass wir auf Jahre hin nicht das nötige Wirtschaftswachstum haben, um die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu bekämpfen. Deshalb wird die GPA-djp das Thema Arbeitszeitverkürzung im Hinblick auf das kommende Bundesforum in den Vordergrund rücken und eine breite Diskussion initiieren. Wenn immer mehr Menschen auf Arbeitszeit Null gesetzt werden, dann muss die vorhandene Arbeit auf mehr Menschen aufgeteilt werden", so Katzian.

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