VKI testet Beratungsqualität bei Schönheitschirurgen

Defizite bei Aufklärung über Kosten und mögliche Nebenwirkungen

Wien (OTS/VKI) - Schätzungen zufolge werden in Österreich jedes Jahr rund 50.000 Schönheitsoperationen durchgeführt. Seit 2012 gelten dabei neue gesetzliche Bestimmungen, die u.a. die Qualifikation und die Informationspflichten der Ärzte betreffen. In fünf Bundesländern (Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Wien) hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nun untersucht, wie genau es Schönheitschirurgen mit Aufklärung und Beratung vor einem Eingriff nehmen. Das Ergebnis: Drei von 15 geprüften Arztpraxen erhielten eine "gute", fünf eine "durchschnittliche" und sieben eine "weniger zufriedenstellende" Gesamtbewertung. Im Vergleich zu früheren Tests hat sich die Beratungsqualität damit nicht wesentlich verbessert. Weitere Informationen zum Thema gibt es ab 23.04. in der Maiausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT (www.konsument.at).

Nasen- und Lidkorrekturen - die beiden Eingriffe, zu denen sich die Testpersonen im Rahmen der aktuellen VKI-Untersuchung beraten ließen - gehören zu den am häufigsten nachgefragten Schönheitsoperationen. Aus medizinischen Gründen besteht in beiden Fällen erheblicher Beratungsbedarf. Darüber hinaus sieht das Gesetz vor, dass Ärzte im Vorfeld detailliert über anfallenden Kosten und Folgekosten informieren sowie einen Operationspass ausstellen müssen. Wird die Grenze von 1.617 Euro überschritten, muss sogar ein schriftlicher Kostenplan ausgehändigt werden.

Wie der VKI-Test zeigt, kommen manche Ärzte diesen Pflichten nur teilweise nach. Mängel gab es im Rahmen der Beratungsgespräche vor allem in den Punkten Nebenwirkungen, Risiken und Nachbehandlung. Schriftliche Kostenpläne sowie der Operationspass wurden - zumindest im Erstgespräch - meist nicht ausgestellt. Insgesamt wurde die Beratungsleistung daher nur in drei Fällen als "gut" bewertet, d.h. in drei Fällen entsprach die Aufklärung in den wesentlichen Punkten den gesetzlichen Anforderungen.

Tipps der Zeitschrift KONSUMENT

- Eingriffe ohne medizinische Indikation wollen gut überlegt sein. Das Für und Wider in Ruhe abwägen, keinesfalls zu einem Operationstermin drängen lassen.

- Steht der Entschluss für einen schönheitschirurgischen Eingriff fest, sollten in jedem Fall mehrere Ärzte konsultiert werden. Wichtig ist das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient.

- Vor dem Beratungsgespräch eine persönliche Checkliste erstellen. (Eine Übersicht über wesentliche Punkte, die dabei zur Sprache kommen sollten, bietet die Zeitschrift KONSUMENT im Mai.)

SERVICE: Den ausführlichen Testbericht gibt es ab 23.04. in der Maiausgabe der VKI-Zeitschrift KONSUMENT und online unter www.konsument.at.

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Verein für Konsumenteninformation
Mag. Andrea Morawetz
Öffentlichkeitsarbeit
01/588 77 - 256
amorawetz@vki.at
www.konsument.at

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