Farbstoff E 150 d: Fachverband stellt VKI-Aussagen richtig

Koßdorff: Nach europäischer Sicherheitsbewertung selbst für Kinder Konsum von 36.000 Dosen eines Colagetränkes pro Tag unbedenklich

Wien (OTS) - "Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) bemüht sich immer wieder, für die Lebensmittelsicherheit relevante Themen aufzugreifen. Das ist grundsätzlich sinnvoll und zu begrüßen. Im Fall des Farbstoffes E 150 d (Zuckerkulör) liegt da allerdings der VKI in der Einschätzung der Ergebnisse nicht richtig. Zieht man die europäischen Maßstäbe der Lebensmittelsicherheit heran und folgt der Beurteilung durch die EFSA, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit, könnte selbst ein Kind mit 20 Kilogramm Körpergewicht pro Tag rund 30.000 Dosen mit je 0,33 Liter eines Colagetränkes zu sich nehmen, bis der Grenzwert erreicht wird," stellt Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der österreichischen Lebensmittelindustrie, Aussagen des VKI zu Zuckerkulör klar.

"Der VKI nimmt als Vergleichsbasis für die Beurteilung von Zuckerkulör einen Wert, der selbst in den USA nur von einem einzigen Bundesstaat (Kalifornien) verwendet wird. Noch dazu liegt diesem Wert von 29 Mikrogramm/Kilogramm nur eine Studie an Mäusen zugrunde, die nicht mehr bestätigt werden konnte. Selbst die anderen Bundesstaaten der USA folgen diesem Ansatz nicht, da es ein Konzept eines Schwellenwertes verwendet, das in Europa nicht abgewendet wird", gibt Koßdorff zu bedenken.

Die EFSA hat auf Basis des europäischen Systems der Lebensmittelsicherheit für E 150 d einen NOAEL (No Observed Adverse Effekt Level - Wert, der keine unerwünschten Effekte erkennen lässt) von 80 Milligramm pro Kilo Körpergewicht und Tag festgestellt. Das bedeutet, dass bereits der Sprung von Mikrogramm auf Kilogramm den Faktor 1.000 darstellt. Da dieser noch dazu auf jedes Kilogramm Körpergewicht bezogen wird und das für jeden Tag gilt, ergibt sich:
Bei einem Kind mit 20 Kilogramm Körpergewicht kann täglich problemlos eine Menge von 1,6 Millionen Mikrogramm (zum Vergleich der Wert von Kalifornien: 29 !!) aufgenommen werden. Nimmt man den höchsten gemessenen Wert der VKI-Proben von 71 Mikrogramm in 250 Milliliter Colagetränk zur Berechnung, ergeben sich bei einer Menge von 0,33 Liter pro Getränkedose rund 30.000 Dosen, die ein Kind pro Tag gefahrlos trinken könnte!

"Da ist die Beurteilung des VKI aus verschiedenen Gesichtspunkten wohl ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Alarmismus ist der falsche Weg, um Fragen der Lebensmittelsicherheit zu diskutieren. Die gesamte österreichische Lebensmittelwirtschaft hat höchstes Interesse an Qualität, Sicherheit und Genuss. Colagetränke sind daher sicher", betont Koßdorff abschließend.

Stellenwert der Lebensmittelindustrie in Österreich

Die Lebensmittelindustrie zählt zu Österreichs wichtigsten Wirtschaftszweigen und sichert im Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten tagtäglich die Versorgung mit sicheren, qualitativen und leistbaren Lebensmitteln. Die rund 200 Unternehmen der österreichischen Lebensmittelindustrie mit ihren 26.000 Beschäftigten erwirtschafteten im Jahr 2014 ein Produktionsvolumen in Höhe von knapp über 8 Mrd. Euro. Rund 60 % davon werden in 180 Länder rund um den Globus exportiert. Der Fachverband unterstützt seine Mitglieder durch umfassende Informationsangebote, Beratung und internationale Vernetzung dabei, weiterhin den gewohnt hohen Grad an Sicherheit, Qualität und Genuss unserer Lebensmittel anbieten zu können.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Katharina Koßdorff
Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie
Tel.: +43 1 712 21 21 – 14
k.kossdorff@dielebensmittel.at

DI Oskar Wawschinek MAS MBA
Pressesprecher im Fachverband der Lebensmittelindustrie
Mobil: +43 664 545 63 50
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