Maurer: Grundlagenforschung statt Steuerzuckerl für Unternehmen finanzieren

Grüne fordern Budget-Umschichtung zugunsten des FWF

Wien (OTS) - Bei seiner Jahres-Pressekonferenz hat der Wissenschaftsfonds (FWF) bekanntgegeben, dass für die Jahre 2015-2018 insgesamt 257 Millionen Euro fehlen, um die derzeitigen Bewilligungsquoten zu halten. "Das Sinken der Bewilligungsquoten muss gestoppt werden", kommentiert Sigrid Maurer, Wissenschaftssprecherin der Grünen.

"Bereits in den letzen Jahren sind die Bewilligungsquoten gesunken, das Budget des FWF wurde eingefroren, vor wenigen Wochen mussten auch die Overhead-Zahlungen gekürzt werden - diese Verschlechterungen für die Grundlagenforschung sind inakzeptabel", sagt Maurer. "Neben dem FWF können nur noch die Universitäten selbst Grundlagenforschung finanzieren, diese sind selbst mit weiteren Einsparungen konfrontiert. Damit steigt die Bedeutung des FWF weiter", sagt Maurer.

Im Rahmen der Steuerreform-Debatte hat Minister Mitterlehner die Erhöhung der Forschungsprämie für Unternehmen von 10 auf 12 Prozent angekündigt: Kostenpunkt etwa 80 Millionen Euro pro Jahr, bis 2018 ergeben sich dementsprechend 240 Millionen. "Anstatt dieses Geld für ein umstrittenes Steuerzuckerl an Unternehmen zu verwenden, soll der Betrag dem FWF zur Verfügung gestellt werden", fordert Maurer.

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