Wirtschaft legt bei Forschung & und Entwicklung zu

Heimische Unternehmen investieren 2015 rund 600 Mio. Euro mehr - ausländische Firmen insgesamt stabil

Wien (OTS) - "Die heimische Wirtschaft leistet ihren Beitrag und steigert ihre Aufwendungen für Forschung & Entwicklung von geschätzten 4,15 Mrd. im Jahr 2014 um 600 Mio. Euro auf rund 4,76 Mrd. Euro im heurigen Jahr. Gleichzeitig lenken ausländische Unternehmen F&E-Mittel von annähernd 1,5 Mrd. nach Österreich. Insgesamt werden die gesamtösterreichischen F&E-Aufwendungen nach den Zahlen der Statistik Austria heuer erstmals die psychologisch wichtige 10 Mrd. Euro Marke (+2,7 %) und einen Anteil von mehr als 3,0% des BIP überschreiten. Der von Unternehmen finanzierte Anteil steigt damit deutlich über die 60 % Marke und ist auf Kurs", betonte heute, Dienstag, Martha Schultz, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, anlässlich der Präsentation der F&E-Globalschätzung.

Anteilsmäßig gesehen wird der Bund seine F&E-Ausgaben heuer um rd. 200 Mio. von 3,06 Mrd. Euro auf 3,21 Mrd. steigern. Die Bundesländer sehen annähernd unverändert rund 440 Mio. Euro für F&E vor.

"Der Wermutstropfen liegt im fallenden Anteil der auslandsfinanzierten Forschung, die weiterhin bei rund 1,5 Mrd. Euro hält. Die Von der Regierung angekündigte Anhebung der Forschungsprämie von 10% auf 12% ist ein wichtiger Schritt, um die Finanzierungsbasis für die heimische Forschung zu stärken. Dringlich ist auch die Umsetzung der geplanten Verbesserung bei der Finanzierung von Forschung durch Stiftungen, Schenkungen, Spenden und die Finanzierung durch Crowdfunding", so Schultz weiter.

Als Innovationsstandort auf breiten Maßnahmenmix setzen

Die WKÖ-Vizepräsidentin betont, dass Österreich als Forschungs- und Innovationstandort auf einen breiten Mix an Maßnahmen setzen müsse. Schultz: "Wer zu den Innovation-Leadern vorstoßen will, muss auf unterschiedlichen Ebenen aufholen: bei der Sicherung einer planbaren Finanzierung - Stichwort Bundesfinanzrahmengesetz, bei der Anwerbung der besten Köpfe - Stichwort Rot-Weiss-Rot-Karte, bei der Verbesserung der Bedingungen für Wagniskapital - Stichwort Crowdfunding, bei der Umsetzung von Maßnahmen für die Vermarktung des Forschungs- und Innovationsstandorts Österreich. Wer stillsteht, fällt zurück".

"Ich bin sicher, dass Österreichs Wissenschaft und Wirtschaft das Potential für die Gruppe der Innovation-Leader haben. Jetzt müssen wir die Dynamik ausbauen, schnell und entschlossen handeln, damit wir unseren Zielen gerecht werden können", so Schultz abschließend. (PWK283/us)

Rückfragen & Kontakt:

MMag. Rudolf Lichtmannegger
Wirtschaftskammer Österreich
Tel: 0590 900 4411
E-Mail: Rudolf.Lichtmannegger@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0001