Windbüchler: Mehr Geld für Auslandskatastrophenfonds Gebot der Stunde

Entwicklungszusammenarbeit allein wird Flüchtlingen nicht helfen

Wien (OTS) - Die Grünen fordern seit Jahren die Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds auf 20 Millionen Euro im Jahr, um rasch und effizient mit den Organisationen in den Krisenregionen aktiv zu werden. "Die Auswirkungen von Krieg, Hunger und Umweltkatastrophen sind unvorstellbar. Nur wenige in Europa wissen tatsächlich, wie es den Betroffenen geht. Es muss endlich ein umfassendes Maßnahmenpaket von Seiten der Europäischen Union geschnürt werden, um Menschenleben zu retten. Europa darf nicht länger wegsehen!", sagt die außen- und entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, Tanja Windbüchler, zum unvorstellbaren Leid von Flüchtlingen.
Die angekündigte Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds begrüßt die Grüne. Dies soll raschest umgesetzt werden, denn: "Es ist höchste Zeit! Es braucht in der Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten eine finanziell ausreichend ausgestattete österreichische humanitäre Hilfe in Anbetracht der Kriege und Krisen. Dies allein ist aber nur ein Mosaiksteinchen in einem notwendigen umfassenden Maßnahmenpaket zur Rettung von Menschen." Auch die Entwicklungszusammenarbeit ist ein kleines Stück einer Kette. Regionale Partnerschaften und Entwicklung für die Menschen vor Ort müssen oberstes Ziel der Entwicklungszusammenarbeit sein.

Windbüchler: "In der Entwicklungspolitik müssen die Menschen im Mittelpunkt stehen, nicht die Wirtschaftsinteressen. Die Förderung des Privatsektors, die als Schwerpunkt im Außenministerium gesehen wird, ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Es geht um die Hilfe gegen Naturkatastrophen, es geht um Lebensmittelsicherheit, um Bildung, um nachhaltigen Abbau von Korruption und um den Aufbau von Rechtsstaatlichkeit. Dafür braucht es langfristig und nachhaltig Geld und ich gehe davon aus, dass nicht nur die Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds angedacht wird. Vielmehr muss die Entwicklungszusammenarbeit mit einem höheren Budget versehen werden."

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