SPÖ-Frühjahrstagung (5): Demokratie braucht selbstbewusste, junge Menschen

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek: Wir müssen mehr junge Frauen aus der Generation Y für Politik begeistern

Wien (OTS/SK) - Das zweite Panel der SPÖ-Frühjahrstagung hat sich um das Thema 'Generation Y - Zwischen Anspruch und Wirklichkeit' gedreht. Nach einem Vortrag der Jugendforscherin Beate Großegger diskutierten Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ-Jugendsprecherin Katharina Kucharowits und SPÖ-Bereichssprecher für Forschung, Innovation und Technologie Philip Kucher. Heinisch-Hosek ist in diesem Zusammenhang insbesondere der Geschlechteraspekt ein Anliegen: "Wir müssen mehr junge Frauen für Politik begeistern." ****

Die Bildungsministerin formulierte die Vision von Bildungseinrichtungen als Arbeits- und Lebensraum. Es gebe schon viele Schritte in diese Richtung. Dazu gehöre etwa der Girls Day, der dieses Jahr erstmals auch für Mädchen im Kindergartenalter stattfindet. Zudem verwies Heinisch-Hosek auf das Beispiel des Zentrums für Geschlechterpädagogik, das LehrerInnen geschlechtersensible Bildungsvermittlung beibringt. Die Bildungsministerin verwies auf das Gefühl der Unsicherheit, das viele junge Menschen begleite. "Viele haben eine Krisenstimmung. Hier ist es besonders wichtig hinzuhören. Die Kommunalpolitik ist gefordert genau hinzuhören, was junge Menschen brauchen. Aber auch in der Bildungspolitik wollen wir ihnen helfen und schon früh Berufsorientierung implementieren", so Heinisch-Hosek. Die Krise sei gerade für junge Frauen ein Problem. "Frauen werden als sozialer Puffer gesehen, wenn es in der Familie schwierig wird. Andererseits bietet die Krise aber auch eine Chance", erläuterte die Ministerin. Junge Menschen würden das aufzeigen, etwa beim heute tagenden SchülerInnenparlament. "Wir wollen, dass sich junge Menschen zu selbstbewussten Erwachsenen entwickeln können und das abseits von althergebrachten Geschlechterstereotypen", so Heinisch-Hosek.

SPÖ-Jugendsprecherin Katharina Kucharowits beschrieb das Lebensgefühl einer ganzen Generation, das von der Krise geprägt sei. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Wohnen und Arbeiten. "Viele Jugendliche sind schon sehr früh selbstbestimmt, eigenständig, aber nicht im finanziellen Sinn. Da sind sie länger als die Generationen davor von den Eltern abhängig", erklärte Kucharowits. Insbesondere die schlechte Arbeitsmarktsituation sei hier ein Problem. Viele würden nach ihren Abschlüssen von einem Praktikum zum nächsten gehen. Oftmals seien diese unbezahlt, manchmal müsse man dafür sogar bezahlen. "Wovon sollen junge Menschen ihre Miete bezahlen? Es gibt viele gute Beispiele für gelungene Wohnprojekte für junge Menschen in ganz Österreich. Damit müssen wir aber definitiv in die Fläche kommen", so die SPÖ-Jugendsprecherin.

Philip Kucher, Bereichssprecher für Forschung, Innovation und Technologie, brachte ein gelungenes Beispiel aus Kärnten für die Partizipation junger Menschen an der Politik. "Mit der Nachwuchsakademie geben wir jungen Menschen die Chance direkt mitzuarbeiten. Ehrlichkeit und Vertrauen sind hier die wichtigsten Faktoren. Junge Menschen sehen, dass sie wahr- und ernstgenommen werden." Insbesondere sei es wichtig, die Sprache junger Menschen zu sprechen und ihre Lebensrealitäten zu verstehen. "Politik spielt nicht immer die große Rolle im Leben von jungen Menschen. Hier müssen wir uns ihnen annähern und beginnen, gemeinsam Politik zu formulieren", so Kucher abschließend. (Schluss) sn/mo

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