Kanzler Faymann zur Flüchtlingstragödie im Mittelmeer: Dürfen nicht zuwarten, wenn es um Rettung von Menschen geht

Hilfeleistung ist Frage der Solidarität

Wien (OTS/SK) - Wien (SK) Bundeskanzler Werner Faymann hat am Montag bei der Frühjahrstagung des SPÖ-Parlamentsklubs in Wien betont, dass "uns die neuerlichen schrecklichen Todesfälle im Mittelmeer politisch aufmerksam machen müssen. Wir dürfen nicht wegschauen, wenn das Mittelmeer zu einem riesigen Grab wird und Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben ihr Leben verlieren". Wer in Seenot gerät, habe ein Recht, Hilfe von der Wertegemeinschaft Europa zu bekommen. Das sei nicht nur Italien und Malta zu überlassen, sondern eine gesamteuropäische Aufgabe - und eine Frage der Solidarität. Nur ein europäischer Plan könne die Situation der Flüchtenden verbessern und ihr Überleben sichern. Hier brauche es Möglichkeiten zur raschen Hilfe. "Wir sind zur Stelle, wenn es um Sofortprogramme geht, um Menschenleben zu retten", betonte Faymann. "Wir können nicht zuwarten, sondern müssen Hilfe leisten, wenn es um die Rettung von Menschen geht", sagte Kanzler Faymann. ****

"Österreich fordert auch Solidarität bei der Unterbringung von Asylwerbern ein und leistet hier mehr als viele andere Länder. Solidarität ist keine Einbahnstraße", so Faymann. Diejenigen, die die Schiffe zur Flucht zur Verfügung stellen, seien unbestritten Verbrecher und "der Kampf gegen Kriminelle ist auch Aufgabe der EU -aber nicht gegen gleichzeitige Hilfeleistung auszuspielen", so Faymann.

Darüber hinaus sei in der internationalen Politik ein Anteil für eine friedliche und demokratische Entwicklung in Ländern, in denen es Korruption, kriegerische Auseinandersetzungen, Diktaturen gibt, zu leisten. (Schluss) bj/up

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