Österreichisches SchülerInnenparlament tagt zum ersten Mal in Nationalratssitzungssaal

Schülerparlament gegen Einsparungen auf Kosten der Unterrichtsqualität

Wien (OTS) - Bundesschulsprecher Lukas Faymann zeigte sich äußerst erfreut darüber, dass das Österreichische SchülerInnenparlament (ÖSIP) nun zum ersten Mal im Sitzungssaal des Nationalrats im Österreichischen Parlament stattfand. Damit wird eine langjährige Forderung der Bundesschülervertretung in die Tat umgesetzt.

"Ich freue mich unglaublich, dass wir es endlich geschafft haben, das Schülerparlament im Sitzungssaal des Nationalrats zu veranstalten. Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei der Präsidentin des Nationalrats für Einladung in den Sitzungssaal des Nationalrats bedanken. Es freut mich, dass auch von ihrer Seite dieser zentrale Ort der Demokratie als optimal für die Austragung des Schülerparlaments gesehen wird. Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft auf diese Unterstützung bauen können, damit die Anliegen der 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler auch weiterhin eine geeignete Bühne bekommen", so Bundesschulsprecher Lukas Faymann.

Insgesamt standen am heutigen Tag zehn Anträge auf der Tagesordnung. Am Vormittag sprach sich das Schülerparlament unter anderem entschlossen gegen Kürzungen im Bildungsbereich, die auf Kosten der Unterrichtsqualität gehen, aus. Die Antragstellerin Donjeta Salihi (18 Jahre, Diefenbach Gymnasium, Wien) forderte in ihrem Antrag außerdem mehr Supportpersonal zur Entlastung des Lehrpersonals und sprach sich gegen eine Aufstockung der Lehrerarbeitszeit aus.

"Unser Unterricht kann nur so gut sein, wie unsere Lehrerinnen und Lehrer. Wenn wir ihnen zwei weitere Unterrichtsstunden aufdrücken -die mindestens noch einmal so viel Vorbereitungszeit erfordern -, dann leidet darunter auch die Unterrichtsqualität. Wir müssen endlich damit aufhören, Einsparungen im Bildungsbereich vorzunehmen, die auf Kosten der Unterrichtsqualität gehen. Es gibt keine bessere Investition, als die Investition in Bildung. Spart man bei der Bildung, so spart man bei der Zukunft Österreichs", so Donjeta Salihi.

Weiters sprachen sich die Delegierten für die gesetzliche Verankerung der Schülerparlamente, sowie für ein verpflichtendes Lehrerfeedback aus. Die positiv abgestimmten Anträge werden von der Bundesschülervertretung an die Bildungsministerin übergeben.

"Die große Beteiligung der Delegierten zeigte heute abermals, dass wir Schülerinnen und Schüler etwas über unsere Bildung zu sagen haben. Die Bildungssprecher fast aller Parteien haben uns heute ihre Unterstützung zugesagt. Nun wird es Zeit, Nägel mit Köpfen zu machen und unsere Forderungen in die Tat umzusetzen", so Faymann abschließend.

Foto vom Österreichischen SchülerInnenparlament zur honorarfreien Verwendung: http://bit.ly/1zATG1E

Schülerparlamente finden in Österreich seit vielen Jahren auf Schul-, Landes- und Bundesebene statt. Dabei diskutieren Schülerinnen und Schüler über Bildungspolitische Themen, stellen Anträge und stimmten darüber ab. Die daraus resultierenden Forderungen werden anschließend von den Landesschülervertretungen (LSV) und der Bundesschülervertretung (BSV) an die Landesschulräte sowie das Bildungsministerium übergeben. Die Schülerinnen und Schüler fordern bereits seit Jahren eine gesetzliche Verankerung der Schülerparlamente auf allen drei Ebenen.

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Lukas Faymann
Bundesschulsprecher
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