Neue „Universum“-Serie dokumentiert „Amerikas Naturwunder“

Teil 1: „Das Tor zur Arktis“ am 21. April um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Nordalaska: menschenleer und unzugänglich. Hoch oben, in den Bergen der Brooks Range, liegt der Nationalpark "Gates of the Arctic". Keine Häuser, keine Straßen, nicht einmal Wanderwege gibt es hier. Dazu nur wenige tausend Besucher pro Jahr, meist sind es Abenteurer, Bergsteiger oder Jäger. Ihnen bietet sich ein Labyrinth aus Gletschern, Talsenken, zerklüftet schroffen Bergketten und dichten Wäldern. Und eine erstaunliche Tierwelt. Moschusochsen, Wölfe, Karibu-Herden und Bären beleben die unberührte Wildnis. "Das Tor zur Arktis", der erste, von Uwe Anders (Bearbeitung: Doris Hochmayr) gestaltete Teil des neuen "Universum"-HD-Achtteilers über "Amerikas Naturwunder", zeigt am Dienstag, dem 21. April 2015, um 20.15 Uhr in ORF 2 ein unberührtes Naturjuwel im Nordosten Amerikas, eine nahezu unbekannten Region jenseits des Polarkreises, die mit ihrer atemberaubenden landschaftlichen Vielfältigkeit besticht und Erstaunliches zu bieten hat: etwa Säugetiere, die eingefroren den Winter überdauern, ohne zu erfrieren, oder eine Sandwüste mit Temperaturen von bis zu 40 Grad - mitten in Alaska. Im zweiten Teil der Koproduktion von ORF, NDR, ARTE, ARD und National Geographic Channel geht es am Dienstag, dem 28. April, in den "Olympic"-Nationalpark.

Mit einer Fläche von rund 30.000 Quadratkilometern ist der Nationalpark "Gates of the Arctic" der zweitgrößte der USA. Das riesige Gebiet öffnet sich nach Norden in eine gigantische Ebene, die bis zur arktischen Küste Alaskas reicht. Dort verbringen Eisbären den Sommer und warten auf das Zufrieren des Nordpolarmeeres. Im südlichen Teil des Nationalparks liegt das "Kobuk National Preserve" mit seinen einzigartigen arktischen Sanddünen. Entlang der schroffen Bergketten der Brooks Range sowie in den Weiten der arktischen Tundra beleben Dall-Schafe, Wölfe, Grizzlys, Moschusochsen und Elche die unberührte Landschaft. Diese Region ist bekannt für die riesigen Karibu-Herden mit bis zu 300.000 Tieren. Auf ihren jährlichen Wanderungen haben die Karibus nicht nur steile Berghänge zu überwinden, auch die zahlreichen reißenden Tundraflüsse gilt es mit ihren Jungen zu überqueren.

Der Nationalpark "Gates of the Arctic" ist eine Welt, die weitgehend ohne Menschen auskommt. Hier findet man keine Besucherzentren und keine Campingplätze. Es ist ein Schutzgebiet allein um seiner selbst willen. Dafür leben die Grizzlybären hier so ungestört wie sonst nirgends. Nahrung ist allerdings knapp und nur weit verteilt anzufinden. Daher sind sie ununterbrochen auf der Suche und streifen durch riesige Gebiete. Nur an wenigen Stellen versammeln sich im Spätsommer größere Gruppen der Einzelgänger, um Lachse zu fangen.

Das Klima im Nationalpark ist extrem. Der Winter ist lang und bitterkalt, die Wildnis scheint wie ausgestorben. Viele Tierarten verlassen das Gebiet zu dieser Zeit. Wer bleibt, muss sich perfekt anpassen. Meisterhaft haben das die Arktischen Ziesel gelöst: Sie sparen Energie, indem sie im Winterschlaf ihre Körpertemperatur unter den Gefrierpunkt absenken - einmalig für ein Säugetier. Eisfrösche können ihre Körperflüssigkeiten im Winter etwa zu einem Drittel einfrieren lassen. Die Wärme der ersten Sonnenstrahlen sowie die "innere Uhr" setzen den Stoffwechselprozess dann im Frühling wieder in Gang. Der kurze Sommer bringt angenehme Temperaturen, genügend Nahrung und - ein kleiner Wermutstropfen - riesige Stechmückenschwärme. Sie plagen die Tierwelt - kein Fell scheint dicht genug.

Die Dokumentation ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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