AK 2: Abzocke bei Altbaumieten – Wohnen muss billiger werden!

Wien (OTS) - Die Aufschläge der VermieterInnen zum Mietzins sind enorm. Das zeigt die AK Inserate-Auswertung von 200 Wiener Altbauwohnungen. "Es kann nicht sein, dass die Mieter beim Grundbedürfnis Wohnen in diesem Ausmaß ungerechtfertigt zur Kasse gebeten werden", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Jetzt sind die Mieter und Wohnungssuchenden dran, sie müssen endlich entlastet werden. Das Mietrecht muss einfacher und transparenter werden. Ich erwarte mir von der Regierung, dass ein Vorschlag bis spätestens Juli am Tisch liegt."

"Wir brauchen eine große Mietrechtsreform", sagt Kaske. Konkret verlangt die AK:

+ Mieten senken: Bei den privaten Altbau-Mietwohnungen muss es klare Mietobergrenzen durch eine Verbesserung des Richtwertsystems geben. Dafür ist ein gesetzlicher Katalog von zulässigen Zu- und Abschlägen nötig, inklusive einem Deckel der Gesamtzuschläge bei 20 Prozent des Richtwerts.

+ Weg mit den Befristungen: Befristete Mietverhältnisse müssen abgeschafft werden, außer bei Eigenbedarf des Vermieters, etwa für seine Kinder oder Enkel.

+ Betriebskosten senken: Grunderwerbsteuer und Versicherung müssen aus dem Betriebskostenkatalog gestrichen werden - das muss der Vermieter zahlen.

+ Maklergebühren für MieterInnen streichen: Diese sollen die VermieterInnen zahlen - so wie jetzt in Deutschland.

+ Klare Erhaltungsregeln für VermieterInnen: Es muss für die Wohnungsausstattung (wie Elektroleitungen oder Sanitäranlagen) klare Erhaltungsregeln für die VermieterInnen geben, nicht nur für die Heiztherme.

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