AK Inserate-Auswertung: Mietennepp bei Altbau-Wohnungen! 1

Wien (OTS) - Wiener Altbau-Mietwohnungen sind viel teurer als erlaubt. Eine aktuelle AK Inserate-Auswertung von 200 Altbau-Mietwohnungen zeigt: Unbefristete Altbau-Mietwohnungen sind um rund ein Fünftel teurer als erlaubt. Bei befristeten Mietverhältnissen schlagen die Vermieter über 60 Prozent mehr auf den Hauptmietzins drauf als sie dürften. "Es ist unfassbar, wie die Vermieter den Mietern ins Börsel greifen", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Das ist eine reine Abzocke!"

Die AK hat 200 Inserate von befristeten (90) und unbefristeten (110) Altbau-Mietwohnungen bei zwei großen österreichischen Online-Immobilienplattformen von Dezember 2014 bis März 2015 erhoben. Derzeit beträgt der gesetzliche Richtwert in Wien 5,39 Euro pro Quadratmeter. Die AK hat aufgrund der in den Inseraten genannten Aus-stattungsmerkmale (etwa, ob es einen Lift gibt, welches Stockwerk oder etwaiger Erstbezug nach einer Sanierung) die zulässigen Ab- und Zuschläge berücksichtigt sowie einen durchschnittlichen Lagezuschlag auf Basis der Lagezuschlagskarte der Stadt Wien (MA 25) berechnet. Für befristete Wohnungen wurde noch der gesetzlich vorgesehene Ab-schlag von 25 Prozent abgezogen. Auf dieser Basis wurde dann ein durchschnittlicher zulässiger Hauptmietzins ermittelt.

Unbefristet: Was die VermieterInnen draufschlagen - was die MieterInnen zu viel zahlen (für eine Durchschnitts-Altbauwohnung von 72 Quadratmeter) - im Schnitt 18 Prozent unrechtmäßiger Aufschlag!

Wiener Richtwert pro m2 5,39 Euro Zu- und Abschläge laut Inseraten 0,32 Euro Durchschnittlicher Lagezuschlag pro m2 1,34 Euro Zulässiger durchschnittl. Richtwertmietzins pro m2 7,05 Euro Durchschnittliche Nettomiete pro m2 laut Inseraten 8,31 Euro Differenz pro m2 1,26 Euro Überhöhte Netto-Miete inkl. USt pro Monat 100,00 Euro**) Überhöhte Netto-Miete inkl. USt pro Jahr 1.200,00 Euro**) **) gerundet

Befristet: Was die VermieterInnen draufschlagen - was die MieterInnen zu viel zahlen (für eine Durchschnitts-Altbauwohnung von 71 Quadratmeter) - im Schnitt 62 Prozent unrechtmäßiger Aufschlag!

Wiener Richtwert pro m2 5,39 Euro Zu- und Abschläge laut Inseraten 0,44 Euro Durchschnittlicher Lagezuschlag pro m2 1,34 Euro Zulässiger Richtwertzins nach 25% Befristungsabschlag 5,38 Euro Durchschnittliche Nettomiete pro m2 laut Inseraten 8,69 Euro Differenz pro m2 3,31 Euro Überhöhte Netto-Miete inkl. USt pro Monat 259,00 Euro**) Überhöhte Netto-Miete inkl. USt pro Jahr 3.108,00 Euro**) **) gerundet

"Für eine unbefristete Wohnung zu diesen Konditionen arbeitet ein Arbeitnehmer im Schnitt mehr als drei Wochen im Jahr nur für das, was der Vermieter zu viel einstreift. Bei einem befristeten Mietverhältnis sind es sogar im Schnitt rund achteinhalb Wochen im Jahr, die ein Arbeitnehmer für den Vermieter arbeiten gehen muss", sagt Kaske.

SERVICE: Die Inserate-Analyse finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

(Forts.)

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
(+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
doris.strecker@akwien.at
http://wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW0001