Rotes Kreuz fordert eine humane Asylpolitik

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - "Grenzen zu und Schotten dicht. Ist das das einzige, das der europäischen Politik als Reaktion auf Flüchtlingstragödien einfällt?", fragt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. "Wie viele Menschen müssen noch sterben, bis Lippenbekenntnissen der Politiker endlich Taten folgen?"
Seit Jahren fordert das Rote Kreuz, Flüchtlingen die legale Einreise in die Europäische Union zu ermöglichen, um hier um Asyl anzusuchen. "Ebenso lange wird diese Forderung ingnoriert. Von den traurigen -weil tödlichen - Folgen dieser Ignoranz mussten wir uns in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten sehr oft überzeugen", sagt Schöpfer.
Die Flüchtlingsstituation hat sich in den letzten Jahren dramatische verschärft, seitens der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten, seien allerdings keine geeigneten Maßnahmen gesetzt worden, um auf die größten Flüchtlingsströme seit dem 2. Weltkrieg zu reagieren.
In Österreich gibt es weder die Möglichkeit um sogenannte humanitäre Visa anzusuchen, noch existieren angemessene Resettlement-Programme. "Österreich rühmt sich seiner humanitären Tradition. Jetzt wäre eine Gelegenheit diese unter Beweis zu stellen und gemeinsam mit den europäischen Partnern eine menschenliche Politik einzuschlagen", fordert Schöpfer.

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