Glawischnig: "Wie viele müssen noch sterben bis die EU und ihre Mitgliedstaaten endlich handeln?“

Grüne sichern Teilnahme an stiller Gedenkkundgebung am Minoritenplatz zu und rufen zu Solidarität auf

Wien (OTS) - "Wie viele müssen noch sterben bis die EU und ihre Mitgliedsstaaten endlich handeln?", ist die Grüne Parteichefin Eva Glawischnig angesichts des jüngsten Massensterbens auf hoher See fassungslos. Bis zu 700 Flüchtlinge starben in der Nacht auf Sonntag im Mittelmeer bei dem Versuch den sicheren Boden von Europa zu erreichen.

Jedes Bootsunglück sei für Glawischnig "ein schwarzer Tag für die Menschlichkeit und für die Grundsätze der europäischen Gemeinschaft." Die EU hefte sich auf die Fahnen ein Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu sein. "Die tausenden Toten an den Außengrenzen der Union sprechen allen diesen positiven Selbstzuschreibungen Hohn. Statt den schutzsuchenden Menschen zu helfen wird auf Abschottung gesetzt", so Glawischnig.

Für die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun könne die Situation nur durch ein Bündel an Maßnahmen gelöst werden. "Vor Ort braucht es rasche Hilfe für in Seenot geratene Boote. Die Wiederaufnahme und Ausbau des Lebensrettungsprogramms Mare Nostrum sind dafür unerlässlich. In Brüssel selbst müssen die EU-Mitgliedsstaaten einerseits legale Einreisemöglichkeiten z.b. durch ein Visum ermöglichen und sich andererseits auf eine neue Verteilung von Schutzsuchenden nach Einwohnerzahl und Wohlstandniveau einigen. Und darüber hinaus muss ein sicherer Korridor für die Einreise von Schutzsuchenden eingerichtet werden, der Flüchtlinge aus der Abhängigkeit von gewinnorientierten Schleppern befreit", so Korun.

Die Grünen sichern die Teilnahme an der von zahlreichen NGO organisierten morgigen stillen Gedenkkundgebung am Minoritenplatz zu. "Wir werden dort sein um ein Zeichen zu setzen - für Menschenrechte und für ein solidarisches Europa. Je mehr Menschen sich solidarisch zeigen, desto eher wird das Sterben im Mittelmeer ein Ende haben", rufen Glawischnig und Korun zur Teilnahme auf.

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