Wieder Hunderte Tote auf hoher See - Korun: „Beenden wir endlich gemeinsam das Massensterben vor unseren Grenzen“

Rettungsprogramm Mare Nostrum wieder einführen, sicheren Korridor für Rettung von Schutzsuchenden öffnen

Wien (OTS) - In der Nacht von gestern auf heute soll es nach Medienberichten wieder zu einem Massensterben auf hoher See in der Nähe von Lampedusa gekommen sein. Auf dem gekenterten Schiff sollen sich knapp 700 Menschen befunden haben. Laut ersten Medienberichten sollen nur 28 Flüchtlinge gerettet worden sein. Hunderte Tote sind zu befürchten. Die Grüne Menschenrechtssprecherin Alev Korun findet angesichts der tausenden Todesopfer im Mittelmeer deutliche Worte:
"Während Tag für Tag Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Somalia und anderen Bürgerkriegsländern im Mittelmeer ertrinken, schauen EU und die meisten EU-Innenminister seit Jahren untätig zu. Das ist unerträglich."

Diesem täglichen Sterben vor den Türen Europas könne und müsse gemeinsam ein Ende gesetzt werden. "Statt des Schutzes der Grenzen VOR den Flüchtlingen, braucht es einen sicheren Korridor für die Einreise von Schutzsuchenden, damit sie nicht gewinnorientierten Schleppern ausgeliefert sind, die Flüchtlingsschiffe überladen und mit dem Leben von Flüchtlingen spielen. Und es braucht die Wiederaufnahme des Lebensrettungsprogramms im Mittelmeer, Mare Nostrum, das Flüchtlinge vor dem Ertrinken rettet", so Korun.

Denn solange ein sicherer Korridor und eine legale Einreise zum Zweck der Schutzgewährung nicht vorhanden seien, haben Flüchtlinge laut Korun keine andere Wahl als auf bezahlte Schlepper zurückzugreifen um sichere Länder zu erreichen und damit ihr Leben zu retten. "Mit jeder Schreckensmeldung, dass schon wieder Hunderte ertrunken sind, verlieren wir ein Stück unsere Menschlichkeit."

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