SJ-Herr ad Bischofskonferenz: Willkommen im 21. Jahrhundert!

Mittelalterliche Reaktion der Bischofskonferenz auf neuen Erlass zur schulischen Sexualerziehung unverständlich

Wien (OTS) - "Sexualerziehung, welche Kindern und Jugendlichen keine überholten Werte aufdrängt, sondern sie anregt eigene Wertvorstellungen zu entwickeln ist äußerst positiv zu bewerten", reagiert Julia Herr, Vorsitzende der SJ Österreich auf den Entwurf für den neuen Erlass zur Sexualerziehung aus dem Bildungsministerium. "Die Katholische Kirche zeigt einmal mehr, dass sie nicht mit einem offenen Umgang mit Sexualität zurecht kommt und möchte anscheinend Jugendlichen nicht erlauben, ihre eigenen Ansichten zu entwickeln", so Herr.

Nach 25 Jahren soll der Grundsatzerlass Sexualerziehung in den Schulen ersetzt werden. So soll Sexual- mit Medienerziehung verbunden werden. "Viele Jugendliche nehmen ihre Informationen über ihre Körper aus dem Internet, beispielsweise durch Pornografie. So werden sie oft nur scheinaufgeklärt und ihr Bild von Sexualität verzerrt sich. Außerdem findet sich in den Medien und der Werbung sehr oft sexistischer Inhalt. Eine intensive Aufklärung und Sensibilisierung an der Schule, am besten durch externe ExpertInnen, ist nicht nur vernünftig sondern notwendig. Internetseiten wie "Youporn" sind keine Aufklärung", erklärt Herr und verteidigt die Vorschläge aus dem Bildungsministerium.

Herr pocht zusätzlich darauf, dass Sexualität ein Thema sei, welches nichts im Religionsunterricht verloren hat und wahrscheinlich auch nicht von rein männlichen Bischofskonferenzen bestimmt werden sollte.

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