KO Hirz: Heute präsentierte Bäderstudie ist gefährliche Drohung: Stehen wir vor einer Schließungswelle der OÖ. Frei- und Hallenbäder?

Grüne sehen in der Bäderstudie wenig Positives – statt von den Grünen gefordertem Masterplan zur Erhaltung der öffentlichen Frei- und Hallenbäder liegt jetzt ein Schließungskonzept vor

Linz (OTS) - "Diese Bäderstudie ist eine gefährliche Drohung. Seit Jahren warnen wir Grüne davor, dass den OÖ Badeanlagen das Aus droht, wenn nicht endlich ein Erhaltungskonzept vorgelegt wird. Immer mehr Bäder sind desolat, stehen vor der Schließung oder sind bereits geschlossen. Wir Grüne haben ein umfangreiches Konzept eingefordert, um diesen fatalen Trend zu stoppen und diese wichtigen Einrichtungen für die OberösterreicherInnen zu retten. Präsentiert worden ist jetzt das Gegenteil. Diese Bäderstudie ist kein Masterplan für die Erhaltung sondern für die Schließung von Bädern". Massiv kritisiert der Klubobmann und Sportsprecher der Grünen OÖ LAbg. Gottfried Hirz die heute präsentierte Bäderstudie.
Diese empfiehlt, in den nächsten zehn Jahren mehr als ein Drittel aller bestehenden OÖ. Frei- und Naturbadeanlagen zu schließen. Oberösterreich verfügt derzeit über mehr als 160 Freibäder bzw. Naturbadeanlagen. Laut Studie sollen es 2025 nur mehr 100 sein. Für die Grünen ist dieser Vorschlag nicht hinnehmbar.
Aus Sicht der Grünen orientiert sich diese Bewertung viel zu sehr an der touristischen Bedeutung kommunaler Badeanlagen. "Diese Bedeutung wird für die Badeanlagen nicht gesehen. Aber
Badeanlagen bedeuten für die Menschen vor allem Lebensqualität, sportliche Aktivität und damit Gesundheitsförderung. Diese wichtigen Aspekte werden in der Studie nicht einmal erwähnt".

Erhaltungskonzept statt Schließungskonzept für die heimischen Badeanstalten
Es ist leider Faktum, dass sich viele Gemeinden Betrieb, Erhaltung und dringendst nötige Sanierungen der Badeanlagen nicht mehr leisten können. Es gibt kaum eine öffentliche Badeanlage, die kein tiefes Loch in das Gemeindebudget reißt. "Genau deshalb braucht Oberösterreich ein Erhaltungskonzept für die OÖ. Frei- und Hallenbäder. Ein Konzept, dass Gemeinde- und regionale Kooperationen ebenso beinhaltet wie technische Innovationen im Sanierungsbereich", konkretisiert Hirz, der an dieser Stelle die fehlende Unterstützung durch den Bund kritisiert: "Sowohl Sport- als auch Gesundheits- und Bildungsministerium nehmen sich hier völlig aus der Verantwortung. Die OberösterreicherInnen brauchen aber ein bestmögliches und vielfältiges Angebot an Badeanlagen - ob sportliches Training, Schulschwimmern, Gesundheitsförderung und Reha oder einfach nur Badespaß."
Hirz weist auf das einzig Positive an der Studie hin: "Im Bezirk Rohrbach und Inneren Salzkammergut sollen die bestehenden Versorgungslücken bei Hallenbädern mittelfristig geschlossen werden. Wir werden darauf achten, dass es nicht nur bei einer Ankündigung bleibt".

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