Industrie: Ausschüttungsverhalten von Unternehmen seit Jahren stabil

IV-GS Neumayer: Ideologisch geprägte „Untersuchung“ der AK zum Ausschüttungsverhalten von ATX-Unternehmen unseriös – Investitionen brauchen Eigenkapital

Wien (OTS/PdI) - "Die jährliche Veröffentlichung der Arbeiterkammer betreffend des Ausschüttungsverhaltens österreichischer Unternehmen basiert auf Falschaussagen und nicht verifizierbaren Daten", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer heute, Freitag. "Die Bilanzen von 2014 wurden zum heutigen Tag erst von zwei ATX-Unternehmen veröffentlicht, woher die AK ihre Daten hat ist daher nicht nachvollziehbar und Aussagen über Dividendenzahlungen für 2015 zu tätigen gleicht Kaffeesudlesen. Darüber hinaus ist auch nicht verständlich wie die AK auf so hohe Ausschüttungsquoten kommt", so Neumayer. "Es ist ein Widerspruch in sich, wenn die Arbeiterkammer einerseits von Unternehmen stärkere Investitionskraft in den Betrieben und den Aufbau von Arbeitsplätzen fordert, andererseits aber die Bedienung von Aktionären, die dafür ihr Eigenkapital zur Verfügung stellen, kritisiert. Investitionen brauchen Eigenkapital, konstante Ausschüttungen schaffen Arbeitsplätze", so der IV-Generalsekretär. Eine Studie von Aktienforum und Industriellenvereinigung hat unter anderem das Ausschüttungsverhalten von ATX-Unternehmen erhoben, dieses liegt seit Jahren konstant zwischen 35 - 40 Prozent und nicht bei 60 oder gar 80 Prozent wie von der AK angegeben.

"Es ist außerdem ein Trugschluss, dass geringere Dividenden höhere Investitionen bedeuten. Das Gegenteil ist der Fall", betonte Neumayer. Ausschüttungen würden garantieren, "dass Eigentümer und Investoren dem Unternehmen vertrauen und auch wieder Kapital für Investitionen zur Verfügung stellen". Würden die Unternehmen den Forderungen der Arbeiterkammer folgen, bliebe schlichtweg wenig Spielraum für zukünftige Investitionen - "das kann ja wohl aus Standort- und Beschäftigungssicht nicht das Ziel sein". Darüber hinaus sei die Aussage der AK, die österreichischen Betriebe würden keine "sorgsame und nachhaltige Unternehmenspolitik" betreiben, "sachlich falsch und angesichts des verantwortungsvollen Umgangs vor allem der heimischen Industriebetriebe mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachdrücklich zurückzuweisen", so der IV-Generalsekretär.

Rückfragen & Kontakt:

IV-Newsroom
+43 (1) 711 35-2306
info@iv-newsroom.at
www.iv-net.at/medien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPI0002