70 Jahre ÖVP 3 - Mitterlehner: ÖVP ist seit Gründung mutig, innovativ und zieht Lehren aus der Geschichte

ÖVP war bei Weichenstellungen für Österreich immer dabei – Anknüpfen, wo Wurzeln sind und für Zukunft weiterentwickeln: "Evolution Volkspartei"

Wien, 17.April 2015 (ÖVP-PD) "Persönlicher Mut – das zeichnete die Persönlichkeiten aus, die vor 70 Jahren die Österreichische Volkspartei gegründet haben", betont ÖVP-Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner im Rahmen des Festaktes zum 70-jährigen Bestehen der ÖVP und verweist auf die schwierigen Voraussetzungen im Jahr der Parteigründung: "Leopold Figl war Gefangener des KZ Mauthausen, was praktisch einem Todesurteil gleich kam. Er kam mit dem Leben davon – doch statt sich eine Auszeit zu nehmen, gründete er gemeinsam anderen großartigen Persönlichkeiten am 17. April 1945 unsere Österreichische Volkspartei. Das war nicht nur persönlich mutig, sondern auch sehr weise. Denn unsere Gründerväter haben die Lehren aus der Geschichte gezogen." Während es für die Erste Republik noch am Zuspruch mangelte, war die Zweite Republik der Wunsch aller. "Man hat an der österreichischen Identität gearbeitet und die Eigenständigkeit unseres Landes aufgebaut. Diese erfolgreichen Anstrengungen haben dazu geführt, dass wir heute zu den reichsten Ländern der Welt gehören", so Mitterlehner. Den Gründern der ÖVP sei außerdem ein zweiter sehr mutiger Schritt gelungen: "Durch die Schaffung der Bünde haben sie eine klare Ausrichtung nach jeweiligen Interessen ermöglicht, die zu einem 'Großen Ganzen' zusammengeführt werden. Indem dieser Grundstein gelegt wurde, können wir heute auf die breit aufgestellte Partei blicken, die wir sind – bestehend aus unseren Teilorganisationen, Landesparteien und unseren Vertretern in den Gemeinden,
Nationalrat, Bundesrat, Landtagen und auch auf EU-Ebene. Der
'Spirit der Gemeinsamkeit' hat uns seit 1945 zusammengeführt und gestärkt. Welche politische Bewegung kann schon von sich behaupten, das Land so breit widerzuspiegeln, wie die ÖVP."****

"Bei allen wesentlichen Entwicklungen in der Geschichte der Zweiten Republik waren ÖVP-Politiker maßgeblich beteiligt", betont Mitterlehner und nennt die drei Ereignisse, die ihn persönlich am meisten geprägt haben: Die Unterzeichnung des Staatsvertrages mit Leopold Figl und Julius Raab. Unser EU-Beitritt im Jahr 1995 nach intensiven Vorarbeiten. Und natürlich der Fall des Eisernen Vorhangs. "Dieser mystische Augenblick, in dem Alois Mock gemeinsam mit seinem ungarischen Amtskollegen den Stacheldrahtzaun durchschnitt, ging um die ganze Welt." Als "zentralen Meilenstein" bezeichnet der ÖVP-Bundesparteiobmann den "Raab-Kamitz-Kurs", der Österreichs Wirtschaft bis heute begleitet: "Sie haben die Weichen für den wirtschaftspolitischen Fortschritt gelegt, indem implementiert wurde, dass Verdienen vor dem Verteilen kommt und
eine Hartwährungspolitik auch Leistung und Wirtschaftskraft erfordert." Unter der Alleinregierung von Bundeskanzler Josef Klaus wurden zahlreiche Reformen durchgeführt, allerdings nicht populär gemacht. "So kam es, dass andere den Ruhm dafür geerntet haben. Auch hier sollten wir Lehren aus der Geschichte ziehen und darauf achten, dass wir nicht nur das Notwendige tun, sondern dies auch populär machen", hält Mitterlehner fest.

Dass es zur Verantwortung der Politik gehört, auch Reformen umzusetzen, die nicht hundertprozentige Zustimmung finden, habe Wolfgang Schüssel während seiner Kanzlerschaft bewiesen. "Seine mutige Reformpolitik wurde allerdings honoriert und hat dazu geführt, dass Österreich als das bessere Deutschland dargestellt wurde", so Mitterlehner. "In ihrer 70-jährigen Geschichte hat sich die ÖVP immer mit vollem Einsatz und Engagement für Österreich eingebracht. Und jenen, die entgegnen, dass wir in 54 Regierungsjahren zu wenig weitergebracht hätten, sage ich klar:
Wären wir nicht da gewesen, wäre vieles falsch, anders oder gar nicht entstanden!" Jetzt gehe es darum, nicht nur zurückzublicken, sondern "an unsere Wurzeln anzuknüpfen, denn darin liegt unsere Kraft", betont Reinhold Mitterlehner und verwies auf "Evolution Volkspartei", der Bewegung zur Weiterentwicklung der ÖVP, die von Generalsekretär Gernot Blümel gestartet wurde. "Zurückblicken und gedenken reicht nicht, wir werden weiter an uns arbeiten und mit 'Evolution Volkspartei' die Weichen für die Zukunft legen. Für eine starke Volkspartei. Für ein erfolgreiches Österreich."

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