ORF III am Wochenende: 70 Jahre Zweite Republik mit Hugo Portisch, „Josef Ritter von Gadolla“ und Benefizkonzert mit Juan Diego Flórez

Außerdem: Operettenverfilmung „Gräfin Mariza“, „Verfolgt, aber nicht vergessen“ mit „Joseph Schmidt – Geschichte eines kurzen Lebens“ und „Le nozze di Figaro“

Wien (OTS) - Auftakt zum Jubiläumsjahr 2015 in der ORF-III-"zeit.geschichte": Anlässlich 70 Jahre Zweite Republik und 60 Jahre Staatsvertrag präsentiert ORF III unter anderem die epochale Dokumentarreihe "Die Zweite Republik - Eine unglaubliche Geschichte" von Hugo Portisch an vier aufeinanderfolgenden Samstagen. Den Auftakt macht am Samstag, dem 18. April, Folge eins: "Vom Krieg zum Staat in 14 Tagen" (20.15 Uhr). Dem technisch neu bearbeiteten Geschichts-Vierteiler ist ein persönliches Gespräch über die prägenden Ereignisse der Zweiten Republik zwischen Hugo Portisch und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz um 19.55 Uhr vorangestellt. Den "zeit.geschichte"-Samstag beschließt die neue ORF-III-Dokumentation "Josef Ritter von Gadolla - Der Retter von Gotha" (21.55 Uhr): Karo Wolm und Wolfgang Winkler erzählen darin die Lebensgeschichte des Grazer Offiziers Josef Ritter von Gadolla, der als Kampfkommandant der deutschen Stadt Gotha in Thüringen bewusst gegen den "Führerbefehl" handelte, die Stadt bis zum letzten Mann zu halten. Zum Schutz der Zivilbevölkerung übergibt er diese an die heranrückenden US-Truppen und rettet Gotha und seine Bevölkerung. Von Wehrmachtssoldaten abgefangen, wird er noch am selben Tag zum Tode verurteilt und am 5. April 1945, unmittelbar vor Kriegsende, von der NS-Militärjustiz als Verräter hingerichtet.

Am Sonntag, dem 19. April, präsentiert Christoph Wagner-Trenkwitz in "Operette sich wer kann" (17.20 Uhr) Rudolf Schündlers Verfilmung von Emmerich Kálmáns Singspiel "Gräfin Mariza" aus dem Jahr 1958 mit Christine Görner, Rudolf Schock und Hans Moser.
Um 19.15 Uhr folgt das "Erlebnis Bühne"-Künstlerporträt mit dem ersten Teil von "Verfolgt, aber nicht vergessen: Joseph Schmidt -Geschichte eines kurzen Lebens" über den kleinwüchsigen Sänger der 1930er Jahre, der als Jude 1942 im Internierungslager Girenbad in der Nähe von Zürich starb. Marieke Schroeder rekonstruiert seinen Erfolg mit Ausschnitten aus Spielfilmen und Fotos. Der zweite Teil der Reihe ("Georg Kreisler gibt es gar nicht") folgt nächste Woche.
Im Hauptabend laden "Juan Diego Flórez & Friends" (20.15 Uhr) zum Benefizkonzert der Superlative zugunsten von "Sinfonia por el Perú" in die Wiener Staatsoper. Die von dem peruanischen Startenor gegründete Initiative schafft Zentren für Musikunterricht in den ärmsten Vierteln der Städte Perus, um dort den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich durch die Kraft der Musik künstlerisch und persönlich weiterzuentwickeln. Flórez’ Aufruf folgten unter anderem: Anna Bonitatibus, Aida Garifullina, Valentina Naforniţa, Ildar Abdrazakov, Celso Albelo, Alessio Arduini, Vittorio Grigolo, Michele Pertusi, Luca Pisaroni und Clemens Unterreiner. Am Pult steht Andriy Yurkevych.
Eingebettet in den Reigen der Jubiläumsfeiern zeigt "Erlebnis Bühne" um 21.55 Uhr eine Verfilmung jener Oper, mit der die Wiener Volksoper nach dem Zweiten Weltkrieg als Ausweichbühne der zerstörten Wiener Staatsoper wiedereröffnet wurde. Am 1. Mai 1945 hob sich der Vorhang zu "Die Hochzeit des Figaro". "Erlebnis Bühne" zeigt "Herrschaften und Liebschaften: Le nozze di Figaro" in einer Verfilmung aus dem Jahr 1976 unter Dirigent Karl Böhm und Regisseur Jean-Pierre Ponnelle mit Dietrich Fischer-Dieskau, Hermann Prey, Kiri Te Kanawa, Maria Ewing und Mirella Freni.

Die Details zum "zeit.geschichte"-Samstag:

Im Jubiläumsjahr 2015 spricht ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz für "zeit.geschichte im Gespräch" (19.55 Uhr) mit maßgeblichen Zeitzeugen über deren Erfahrungen und Erlebnisse in den prägenden Gründerjahren der Zweiten Republik. Anlässlich des Starts der Ausstrahlung seines großen Vierteilers "Die Zweite Republik - Eine unglaubliche Geschichte" ist Hugo Portisch sein erster Gesprächspartner.
Danach skizziert die erste Folge seiner Geschichtsreihe - "Vom Krieg zum Staat in 14 Tagen" (20.15 Uhr) - die Ereignisse in den Apriltagen des Jahres 1945, den Sturm der Roten Armee auf Wien ebenso wie die Bildung der ersten Regierung durch Karl Renner und die Gründung der Zweiten Republik. Hugo Portisch beleuchtet die Hintergründe der Entstehung der sogenannten "Moskauer Deklaration" und auch deren Auswirkungen für die Weiterentwicklung Österreichs und die Befreiung der einzelnen Bundesländer.
Die ORF-III-Dokumentation "Josef Ritter von Gadolla - Der Retter von Gotha" (21.55 Uhr) von Karo Wolm und Wolfgang Winkler erzählt schließlich die Geschichte jenes österreichischen Kampfkommandanten, der die deutsche Stadt Gotha und ihre Bevölkerung vor der Zerstörung durch alliierte Truppen rettete, weil er sich Hitlers sogenannten "Nero-Befehlen" widersetzte und die Stadt kampflos an die amerikanischen Truppen übergab. Gadolla bezahlte für seinen mutigen Entschluss mit dem Leben und wurde am 5. April 1945 hingerichtet. In Gotha wird er heute noch als Retter gefeiert, in seiner Heimatstadt Graz wurde kürzlich der Platz vor dem neu entstandenen Styria-Center nach ihm benannt.

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