PVÖ-Glatz: Müssen Mieten-Wucher gesetzlich beenden!

Pensionistenverband fordert gesetzlichen Mietpreis-Stopp und Kampf gegen „Österreich-Aufschlag“ bei Lebensmitteln

Wien (OTS) - Wien (PVOE) - Die Inflation beträgt in Österreich aktuell "nur" 1,0 Prozent. "Doch man muss näher hinschauen, denn:
erstens bleiben wir damit im Europa-Vergleich weiter eines der teuersten Länder, in Deutschland beträgt die Inflation gerade einmal 0,3 Prozent. Zweitens beweist der Pensionisten-Preisindex mit 1,3 Prozent Steigerung, dass ältere Menschen überproportional von der Teuerung betroffen sind. Und drittens: die Mieten steigen und steigen. Daher fordert der Pensionistenverband (PVÖ) ein Ende der Wucherpreise am Wohnungsmarkt durch gesetzliche Maßnahmen und ebenso effiziente Maßnahmen gegen den sogenannten Österreich-Aufschlag im Lebensmittelhandel", so Dr. Harald Glatz, der Konsumentenschutz-Referent der stärksten Seniorenorganisation des Landes.

"Mieten zählen mit einem ungebrochenen Anstieg von 5 Prozent weiterhin zu den größten Preistreibern. Hier muss endlich gehandelt werden! Wir brauchen einen gesetzlichen Mietpreis-Stopp! Und zwar rasch, um diese Preisspirale nach oben zu beenden!", fordert Glatz. ****

"Die Menschen können sich die horrenden Mieten nicht mehr leisten! Da muss rasch und effektiv gegengesteuert werden!", unterstreicht Glatz. Der Pensionistenverband fordert daher im Zuge der Mietrechtsreform:

  • Gesetzliche Begrenzung der Mieten
  • Einheitliches Mietrecht - wie im Koalitionsabkommen vereinbart -transparent, einfach und klar
  • Streichung der Grundsteuer und der Versicherungskosten aus den Betriebskosten
  • Maklergebühren sind vom Vermieter zu bezahlen

Außerdem fordert der Pensionistenverband:

  • Mehr Wohnbauförderung für den sozialen Wohnbau
  • Die sofortige Umsetzung des Wohnbauprogramms mit dem Bau von zusätzlichen 10.000 Wohnungen.

"Österreich-Aufschlag" ist Nepp des Lebensmittelhandels

Als "übel" bezeichnete Glatz die Unart von Lebensmittelhandel und -Produzenten, Waren in Österreich erheblich teurer zu verkaufen. Die Arbeiterkammer verglich im Februar 2015 einen Einkauf mit 40 Lebensmitteln in Berlin und Wien. Ergebnis: der Warenkorb kostete in Österreich (netto) 83,17 Euro und in Berlin nur 70,88 Euro. "Tee, Milch, Mehl, Eier, Butter, Zucker, Salatgurken, Kartoffeln, Mineralwasser - alles zwischen 120 und 35 Prozent teurer! Das ist unerklärlich! Wir erwarten aus den Aktivitäten der Wettbewerbsbehörde eine Abkehr dieser Preispolitik des Handels und auch der Erzeuger, die sich von Österreichs Konsumentinnen und Konsumenten ein fettes Körberlgeld holen. Die Wettbewerbsbehörde muss drastischer strafen, es ist doch bezeichnend, dass REWE-Österreich eine 20 Millionen-Strafe ohne mit der Wimper zu zucken begleicht. Offenbar haben sie sich das schon vorher aus den Taschen der Verbraucher geholt", kritisiert Glatz und fordert die Wettbewerbsbehörde auf, "ihre Aktivitäten zu verstärken. Es muss richtig weh tun, damit die Konzerne endlich Schluss machen mit ihrem Nepp!", so der Pensionistenverbands-Konsumentenschützer abschließend. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Generalsekretär Andreas Wohlmuth, Pensionistenverband Österreichs, Telefon: 0664-48 36 138

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