APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Häupl, Mitterlehner und Klug aktuell vorne

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 10.04. bis 16.04.2015 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete in der vergangenen Woche der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ). Mit seiner auf die Wochenarbeitszeit von Lehrern gemünzte Aussage "Wenn ich 22 Stunden in der Woche arbeite, bin ich Dienstagmittag fertig" provozierte Häupl vergangene Woche am Rande der 70-Jahresfeier der SPÖ-Parteigründung am Wiener Rathausplatz. Hintergrund für Häupls Kommentar ist eine von der Bundesregierung angedachte Erhöhung der wöchentlichen Lehrerarbeitszeit um zwei Unterrichtseinheiten.

Empörte Kritik an den Aussagen des Wiener Bürgermeisters kam erwartungsgemäß von den angesprochenen Pädagogen sowie ihren Gewerkschaftern. AHS-Gewerkschaftschef Eckehard Quin sprach von einer "Diffamierung einer ganzen Berufsgruppe" und forderte eine Entschuldigung von Häupl - der konterte, er wüsste nicht, wofür er sich entschuldigen solle. Seine Aussagen seien nicht gegen "die vielen engagierten Lehrer", sondern gegen deren Standesvertreter gerichtet, so Häupl am Mittwoch. Pflichtschullehrergewerkschafter Paul Kimberger und AHS-Gewerkschafter Quin hatten zuvor die Idee der Bundesregierung kategorisch abgelehnt.

Kritik an Häupls Kommentar kam auch aus SPÖ-internen Kreisen: "Lehrer arbeiten 40, keine 22 Stunden", sage ÖGB-Vorsitzender Erich Foglar. Der ehemalige oberösterreichische SPÖ-Chef Josef Ackerl meinte in Hinblick auf Häupls Auftritt als SPÖ-Vizechef bei der Jubiläumsfeier:
"Eigentlich ist es eine Zumutung, in einer führenden Funktion bei so einem Anlass wie 70 Jahre SPÖ so zu reden." Heinrich Himmer, roter Vizechef der Gewerkschaft der BMHS-Lehrer, sagte über den "medialen Rülpser" von Häupl: "Er ist ja bekannt dafür, dass er jeden Kalauer, der herumliegt, egal ob er Leute in der Partei oder außerhalb trifft, aufnimmt."

Als Neueinsteiger der Woche etablierte sich Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) auf Platz drei im Ranking. Eine zentrale Personalentscheidung traf der Verteidigungsminister letzte Woche. Als neuen Milizbeauftragten stellte er Raiffeisen-Holding-Chef Erwin Hameseder vor. Bis 2018 will Klug so 5000 Soldaten in den Heeresdienst bringen, zusätzlich sollen zwölf Jägerkompanien aufgestellt werden. Auch für Frauen soll der Milizdienst künftig offen sein. Finanziellen Anreiz soll ein neu gestaltetes Prämiensystem bieten. Auch das Aufgabengebiet ändert sich:
Milizsoldaten werden künftig hauptsächlich mit dem Schutz kritischer Infrastruktur beschäftigt sein.

Harsche Kritik gab es an Klugs Plänen von Milizverbandpräsident Michael Schaffer: Die Bestellung eines Vollzeit-Bankmanagers sei ein "klarer Missbrauch" des Gesetzes, für den Job als Milizbeauftragtem fehle Hameseder - der selbst Miliz-Brigadier ist - sicher die Zeit, so Schaffer. Klug wolle "billige Reservisten, die Lakaien für die Berufssoldaten sein sollen. Mit Miliz hat das aber nichts zu tun", sagte der Präsident des Milizverbandes und ließ dem Verteidigungsminister über die Presse ausrichten: "Auch wenn er Klug heißt, hat er keinen blassen Tau".

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