SGKK: Signal für partnerschaftliche Umsetzung der Gesundheitsreform setzen

SALK Aufsichtsrat weiterhin ohne Sozialversicherung

Salzburg (OTS) - Dem Land Salzburg stehen vier Sitze im Aufsichtsrat der Salzburger Landeskliniken zu, die von der Landesregierung zu besetzen sind. Seit der im Jahr 2013 beschlossenen Gesundheitsreform ist das gesamte Gesundheitssystem partnerschaftlich durch Land und Sozialversicherung zu planen. Eine gemeinsame Planung ist nur möglich, wenn beide Partner in allen Bereichen einbezogen werden. Die Salzburger Gebietskrankenkasse finanziert mit 203 Millionen Euro den größten Teil der Salzburger Krankenhauslandschaft, hat aber keinerlei Einblick in die Planungsprozesse. Aus diesen Gründen forderte die SGKK bei der Neubesetzung des Aufsichtsrats im Sommer 2013 vom Land Salzburg einen Sitz für die Sozialversicherung im Aufsichtsrat. Trotz Zusagen durch den grünen Landtagsklub wurde die SGKK bis heute nicht an den Aufsichtsgremien der SALK beteiligt.

Die Salzburger Gebietskrankenkasse hatte im Sommer 2013 das Recht gefordert, einen Experten für den SALK-Aufsichtsrat nominieren zu können. Das bisherige System sah trotz der finanziellen Verpflichtungen der Krankenversicherung keine Mitspracherechte im stationären Bereich vor. Durch die im Jahr 2013 beschlossene Gesundheitsreform wurde das bisherige "duale" System von unabhängiger Planung im niedergelassenen Bereich durch die Krankenversicherung und alleiniger Steuerung durch Länder im Bereich der Spitäler abgelöst. Spitäler und niedergelassener Bereich können endlich besser verknüpft werden, Zielsteuerungsverträge müssen gemeinsam für beide Bereiche erarbeitet werden.

Für diese gemeinsame Planung braucht es Information und Einsicht in organisatorische Prozesse. Bisher hat sich das Land Salzburg - trotz Umbesetzungen im Aufsichtsrat - nicht entschließen können, die Sozialversicherung partnerschaftlich in die Planung des Spitalsbereichs einzubeziehen. "Es hat nichts mit partnerschaftlicher Zusammenarbeit zu tun, wenn wir aus den Spitals-Planungsprozessen völlig ausgeklammert sind. Wir sind der größte Zahler auch im Spitalsbereich und beharren deshalb auf unserer Forderung an das Land Salzburg, im Aufsichtsrat vertreten zu sein", betont SGKK Obmann Andreas Huss.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle der SGKK / Mag. Karin Hofer
Tel.: 0662 – 88 89 – 1003, Mobil: 0664 8560462
karin.hofer@sgkk.at
www.sgkk.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SGE0001