Fall Bakary: Gutachten von renommiertem Gerichtsmediziner untermauert Dringlichkeit einer Verfahrens-Wiederaufnahme.

Wien/Graz (OTS) - Aus Sorge darüber, dass ihr Wiederaufnahme-Antrag von der Wiener Justiz nicht ausreichend ernst genommen und aufgrund von Einflussnahmen abgewiesen wird, bzw. keine inhaltliche Überprüfung stattfindet, weil der Fall entgegen rechtsstaatlicher Gepflogenheiten von den selben Behörden und Institutionen behandelt wird, denen die Wiederaufnahmewerber schwere Versäumnisse vorwerfen, veröffentlichen diese ein privates ärztliches Gutachten des Leiters des Instituts für Gerichtsmedizin der Medizinischen Universität Graz, Herrn Univ. Prof. Dr. E. Peter Leinzinger, Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Gerichtsmedizin.

Univ. Prof. Dr. Peter Leinzinger kommt in seinem Gutachten zu dem Schluss, dass die Verletzungen von Bakary Jassey, die von mehreren Ärzten untersucht und dokumentiert wurden, insgesamt eine leichte Körperverletzung darstellen und mit dem von den verurteilten Beamten geschilderten Sturz im Zuge eines Fluchtversuches in Einklang stehen.

Keinesfalls nachvollziehbar sind nach Ansicht des Gerichtsmediziners die Angaben des Opfers, er sei bis zu einer halben Stunde lang unter Einsatz eines Schlagstockes geschlagen und getreten, bzw. von hinten mit einem Pkw angefahren worden. Univ. Prof. Dr. Peter Leinzinger setzte sich auf Basis der Schilderungen von Bakary Jassey ausführlichst mit der Entstehungsweise der Verletzungen auseinander. Ein festgestelltes komplexes Bruchgeschehen und Verletzungen im Bereich des Auges können demzufolge nicht, wie vom Verletzten mehrfach angegeben, vom geschilderten Vorfall mit dem PKW stammen.

In dem Gutachten aufgezeigte Inkonsistenzen in einem der Verurteilung zugrunde gelegten Gutachten stellen eine Erschütterung der Beweisgrundlage des Urteils vom 31.8.2006 dar, weshalb die beantragte Wiederaufnahme des Verfahrens auf jeden Fall gerechtfertigt ist, zumal Bakary Jassey bezüglich der Entstehung seiner Verletzungen offensichtlich die Unwahrheit gesagt hat.

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