Blecha: „Schluss mit der Verunsicherung – Klarheit über die offenen Punkte der Pensionsreform“

Wien (OTS/SK) - "Die Pensionsreform ist bereits im Gange und die Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters ist die Schlüsselfrage bei der nachhaltigen Sicherung unseres Pensionssystems. Das AMS stellt heuer 120 Millionen Euro für Beschäftigung von älteren Arbeitnehmern zur Verfügung", erklärte am Sontag Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), der mitgliederstärksten Seniorenorganisation des Landes.****

"Zur Unterstützung der Maßnahmen des Sozialministeriums ist die rasche Beschlussfassung eines Bonus-Malus-Systems für Betriebe unabdingbar. Betriebe, die ältere Arbeitnehmer weiter beschäftigen oder aus der Arbeitslosigkeit herausholen, müssen Bonifikationen erhalten, die durch Abgaben jener Unternehmen finanziert werden, die wenige oder gar keine älteren Arbeitnehmer beschäftigen", fordert Blecha und führt weiter aus: "Es ist unerträglich, dass jetzt Tag für Tag eine umfassende Pensionsreform verlangt wird, obwohl sie längst im Gange ist. Es gibt bereits eine Einigung über die Teilpension und über ein umfassendes Pensionsmonitoring. Dieses führt der Sozialminister schon dankenswerterweise durch, obwohl die gesetzliche Grundlage noch nachgeliefert werden muss. Wir brauchen Klarheit über offene Punkte der Pensionsreform und keine Verunsicherung!"

Verhandlungen über Wertschöpfungsabgabe sofort beginnen

Der Pensionistenverband Österreichs begrüßt die Initiative des Bundesministers für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz Rudolf Hundstorfer, eine Wertschöpfungsabgabe zur Entlastung der Lohnkosten für Unternehmen einzuführen. Der Pensionistenverband hat diese Forderung vor Jahren erhoben und bei seinem letzten Verbandstag (11./12. November 2014) unmissverständlich wiederholt. Blecha führte damals aus:

"Die Beiträge der Industrie, der Arbeitgeber sind unverzichtbar um unseren Sozialstaat abzusichern. Lohn- und Gehaltssummen sind aber längst nicht mehr Ausdruck der Wirtschaftskraft eines Unternehmens. Die Betriebe der neuen Industriegeneration erzielen immer höhere Wertschöpfung, leisten aber immer geringere Beiträge zur Finanzierung unseres Sozialsystems. Um unseren Sozialstaat dauerhaft abzusichern, muss es hier zu einer Änderung kommen. Der Pensionistenverband Österreichs fordert daher die Einführung einer aufkommensneutralen Wertschöpfungsabgabe! Damit werden arbeitsintensive Betriebe entlastet und kapitalintensive Unternehmen stärker zur Kasse gebeten. Das fördert Betriebe mit vielen Beschäftigten, sichert Arbeitsplätze und den Sozialstaat!"
In der Zwischenzeit haben sich mehrere Diskussionsgruppen und Symposien des PVÖ mit der praktischen Umsetzung dieser Forderung beschäftigt und mehrere Modelle erarbeitet.

"Die Wertschöpfungsabgabe ist kein alter Hut, sondern angesichts der vierten industriellen Revolution, die schon begonnen hat, eine unverzichtbare Notwendigkeit. Daher rasche Einsetzung einer Expertengruppe, damit verhandelt werden kann", schloss Blecha. (Schluss) up

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