Zum Glück … gibt’s den Kindergarten! 6. Pädagogischer Tag der St. Nikolausstiftung

In der Bildungseinrichtung Kindergarten werden die Weichen für ein geglücktes Leben gestellt

Wien (OTS) - Elementarpädagogik sollte in Österreich ein höherer Stellenwert beigemessen werden - BM Heinisch-Hosek: Übergänge von Kindergarten in Schule mehr Bedeutung schenken

Am 6. Pädagogischen Tag der St. Nikolausstiftung, Trägerorganisation von Kindergärten und Horten in Wien für Kinder von 0-10 Jahren, wurde das Thema GLÜCK in allen Facetten beleuchtet. Vom generellen Alltagsglück, über eine geglückte Bildungslaufbahn der Kinder bis hin zum Glück in der Arbeit wurde unter dem Titel "GLÜCK erleben gestalten genießen" der fachliche Austausch von über 900 MitarbeiterInnen der Stiftung gefördert.

Faire Arbeitsbedingen + Bildungspolitische Anerkennung = Glückliches Arbeitsumfeld

"Es ist unter anderem die Aufgabe von PädagogInnen, Kindern einen glücklichen und freudvollen Start in ihre Bildungskarriere zu ermöglichen. Nur leider stoßen auch wir an bildungspolitische und institutionelle Grenzen", erklärt Susanna Haas MA, Pädagogische Leiterin der Stiftung. Hier ist die Politik gefordert, die Rahmenbedingungen für alle Beteiligte - Kinder, Eltern und PädagogInnen - zu verbessern. Auch wenn die finanziellen Mittel enden wollend sind, sollte doch ein größerer Schwerpunkt der Regierung auf Bildung gelegt werden. Oftmals würde es auch genügen, Mittel anders zu verteilen oder Schwerpunkte anders zu setzen - spricht Haas die neue 15a-Vereinbarung zur sprachlichen Frühförderung an. "Würde man mit diesen Geldern beispielsweise die Gruppengrößen verändern, wären zusätzliche Fördermaßnahmen in bedeutend geringerem Ausmaß nötig", so Haas. Demnach kann an der frei formulierten Glücksformel "Faire Arbeitsbedingen + Bildungspolitische Anerkennung = Glückliches Arbeitsumfeld" in Österreich noch gearbeitet und diese somit verbessert werden.

Heinisch-Hosek: Kindergarten ist Bildungseinrichtung

Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Eröffnungsrednerin der Tagung, unterstützt die Forderung der St. Nikolausstiftung nach bildungspolitischer Anerkennung. "Der Kindergarten ist der erste Baustein in der Bildungskarriere der Mädchen und Buben. Im spielerischen Alltagslernen erwerben die Kinder wichtige Fähigkeiten, die sie fit für die Volksschule machen." Generell ist ihr die Zusammenarbeit von Kindergärten und Volksschulen ein Anliegen, um so Kindern den Übergang in die Schule zu erleichtern. Diese Zusammenarbeit solle auf Augenhöhe - von Bildungseinrichtung zu Bildungseinrichtung - erfolgen. "Zum Thema Transition gibt es schon einige Initiativen und bildungspolitische Konzepte und wir werden versuchen, diese in Zukunft weiter auszubauen und zu unterstützen", kündigt Heinisch-Hosek an.

Erziehung wird zu Beziehung

Die elementarpädagogischen Impulse auf der Tagung gewährleisteten die beiden Vortragenden Univ.-Prof. DDDr. Clemens Sedmak, Philosoph und Theologe, und DIin Sabine Kriechbaum - bekannt durch das Filmprojekt "Alphabet" mit Erwin Wagenhofer - die sich einerseits aus philosophischer Sicht und andererseits aus der Bildungspraxis dem Thema GLÜCK annahmen: "Das Wort Erziehung könnte einfach durch das Wort Beziehung ersetzt werden und die Welt sähe plötzlich schon ganz anders aus", so Kriechbaum.

Mag. Elmar Walter, Initiator der Veranstaltung und Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung, ist es ein großes Anliegen, dass alle MitarbeiterInnen - AssistentInnen, PädagogInnen aber auch nicht-pädagogisches Personal - einen Nachmittag im Jahr gemeinsam im fachlichen Austausch verbringen. "Wir möchten unseren MitarbeiterInnen ein glückliches Arbeitsumfeld im Rahmen unserer Möglichkeiten bieten. Eine unserer Glückskomponenten ist sicher das wertschätzende Miteinander, welches in der Stiftung täglich gelebt wird. Und diese Wertschätzung wiederum geben unsere MitarbeiterInnen an die uns anvertrauten 6.000 Kinder weiter", zeigt sich Walter glücklich.

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