Klare Ablehnung der Wirtschaft zur Idee einer Wertschöpfungsabgabe

Wachstumsimpulse setzen statt Abgabenlast der Wirtschaft noch weiter erhöhen

Wien (OTS) - Klare Ablehnung findet die von Sozialminister Rudolf Hundstorfer wieder aufgegriffene Idee einer Wertschöpfungsabgabe. "Das wäre ein Schritt in die falsche Richtung. Statt über weitere Steuern, Abgaben und Belastungen nachzudenken, ist es höchste Zeit, den Fokus auf Wachstumsimpulse für die Wirtschaft zu richten", betont Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung für Sozialpolitik der Wirtschaftskammer Österreich.

"Eine Wertschöpfungsabgabe würde eine höhere Steuerlast in Speziellen für kapitalintensive Wirtschaftszweige und auch besonders innovative Unternehmen bedeuten - die Folge wäre ein wachstumsschädlicher Dämpfer für Innovationen und Gründungen. So fördert man weder Investitionen, die derzeit ohnehin auf zu niedrigem Niveau sind, noch den technischen Fortschritt in unserem Land. Eine Wertschöpfungsabgabe ginge also ganz klar zu Lasten der internationalen Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit Österreichs."

Mit gutem Grund sei eine Wertschöpfungsabgabe im internationalen Umfeld kaum zu finden. Daher käme es durch diese Abgabe zu einer deutlichen Wettbewerbsverzerrung für Österreichs Betriebe. Zudem sei nicht nachvollziehbar, warum Löhne, Gehälter, Gewinne, Miet- und Pachteinnahmen etc., die alle zur Wertschöpfung eines Unternehmens gehören, nochmals besteuert werden sollten.

Gleitsmann: "Seit Jahren liegt Österreich bei den Lohnnebenkosten im Spitzenfeld Europas. Überbordende Belastungen der Wirtschaft wie diese sind zu beseitigen, wenn man den Wirtschaftsstandort und damit Wachstum und Beschäftigung fördern will. Eine bloße Umschichtung von Belastungen oder immer weitere Bürden bringen dagegen gar keine positiven Impulse, sondern schaden sogar noch dem Wirtschaftsstandort." (PWK256/PM)

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