Salzburg AG 2014: Solides Geschäftsjahr mit Fokus auf Zukunftsthemen

Stabiles EGT trotz schwieriger Rahmenbedingungen; höhere Eigenkapitalquote; Investitionen in Energiewende

Salzburg (OTS) - Die Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation ist der kompetente Partner für zukunftsorientierte Lösungen rund um Versorgung und Mobilität. Das heimische Unternehmen erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 mit ihren rund 2.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,284 Mrd. Euro.

Den Jahresabschluss legten die beiden Vorstände des Unternehmens, August Hirschbichler und Leonhard Schitter, heute (10. April 2015) in der Aufsichtsratssitzung vor.

Christian Struber, der Vorsitzende des Aufsichtsrates:
"Energiewirtschaftlich gesehen war 2014 kein leichtes Jahr - dennoch gab es einen sehr guten Jahresabschluss. Die Salzburg AG ist ein sehr erfolgreiches Unternehmen, das durch die enormen Investitionen einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung unseres Bundeslandes leistet. Durch den Fokus auf nachhaltige und erneuerbare Energie, günstige Preise und sichere Versorgung, die Erprobung innovativer Technologien und klimafreundliche Mobilität, ist die Salzburg AG kompetenter Partner für ihre Eigentümer, für die Bevölkerung und die Wirtschaft."

August Hirschbichler, Vorstandssprecher und Finanzvorstand: "Die Verwerfungen am Energiemarkt führten zu sehr schwierigen Rahmenbedingungen für das Unternehmen. Hinzu kommt, dass 2014 das wärmste Jahr in den letzten 46 Jahren war, seit wir eigene Aufzeichnungen dazu machen. Daraus resultierend kam es zu Rückgängen bei den Wärmeanwendungen aus Strom, Erdgas und Fernwärme. Ein stabiles Ergebnis gab es beim Verkehr; erneut sehr positiv hat sich der Telekommunikationsbereich entwickelt. In Summe konnte wiederum ein guter Jahresabschluss erzielt werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) konnte mit 42,2 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau gehalten werden; das Betriebsergebnis (EBIT) gar um über sechs Mio. Euro erhöht werden. Trotz erneut hoher Investitionstätigkeit von 92 Mio. Euro konnte die Eigenkapitalquote auf 54,7 % gesteigert werden. Aufgrund dieser positiven Geschäftsentwicklung ist die Salzburg AG in der Lage, ihren drei Eigentümern eine erhöhte Dividende in die Höhe von 26,7 Mio. Euro auszuschütten."

ENERGIE: Beim Strom war die gesamte Netzabgabe durch die Salzburg Netz GmbH, einer 100 %-Tochter der Salzburg AG, auf 4.130,11 GWh leicht rückläufig. Die Gasnetzabgabe der Salzburg Netz GmbH ist deutlich gesunken, auf 2,67 Mrd. kWh. Bei der Fernwärme lag die Gesamtabgabe mit 867,2 Mio. kWh ebenfalls deutlich unter dem Vorjahresniveau. Diese Schwankungen bei Erdgas und Fernwärme sind auf die milde Witterung in 2014 zurückzuführen. Der Wasserverbrauch ist mit 11,3 Mio. Kubikmeter im Vergleich zu 2013 leicht gesunken.

Insgesamt betreibt die Salzburg AG - teilweise gemeinsam mit Partnern - 28 Wasserkraftwerke mit einem Gesamtarbeitsvermögen von 1.153 GWh. Die Erzeugung der Salzburger Wasserkraftwerke konnte gesteigert werden; insgesamt gab es durch die Donaubeteiligungen jedoch ein Minus bei der Erzeugung durch Wasserkraft. Zudem verfügt der Energieversorger über zwei Heizkraftwerke sowie zahlreiche Biomasse-, Biogas-, Photovoltaik- und Ökoanlagen. Die Gesamterzeugungsmenge lag im Berichtsjahr bei 1.644,56 Mio. kWh.

VERKEHR: Stabile Fahrgastzahlen, verbesserte Struktur

Die Salzburger Lokalbahnen (SLB), die Verkehrsservices der Salzburg AG, befördern rund 50 Mio. Fahrgäste pro Jahr und machen das Unternehmen zum größten Mobilitätsdienstleister im Bundesland. Im Verkehrsbereich stand 2014 auch das Projekt "Prozessoptimierung Verkehr" im Mittelpunkt. Dabei wurde der Verkehrsbereich strategisch neu ausgerichtet, beispielsweise wurden Parallelstrukturen zwischen Versorgungs- und Verkehrsbereich abgebaut und in die entsprechenden Bereiche der Salzburg AG integriert.

In der Stadt Salzburg konnte der Obus mit 41,0 Mio. Fahrgästen das hohe Vorjahresniveau geringfügig übertreffen. Die Fahrgastzahlen der Stammstrecke der Salzburger Lokalbahn blieb mit 4,8 Mio. gleich. Eine deutliche Steigerung der Fahrgastzahlen konnte die FestungsBahn erreichen: 1,9 Mio. Fahrgäste nutzten 2014 die Bahn zum Salzburger Wahrzeichen. Mit dem MönchsbergAufzug, der WolfgangseeSchifffahrt und der SchafbergBahn hat die Salzburg AG weitere wichtige touristische Standbeine. Rückläufig war 2014 der Güterverkehr, was auf den Verlust eines Großkunden (MDF Hallein) zurückzuführen ist.

TELEKOMMUNIKATION: Das kontinuierliche Wachstum bei CableLink hat sich auch im Jahr 2014 fortgesetzt. So konnten die Kundenzahlen in allen drei Bereichen Kabelfernsehen, Internet und Telefonie deutlich gesteigert werden. Die Salzburg AG versorgt das Bundesland Salzburg nahezu flächendeckend mit Kabel-TV-Signalen und betreibt Telekom-Netze auch im benachbarten Oberösterreich und der Steiermark. Selbst der Hacking-Vorfall vom Jänner 2014 konnte das Ergebnis nicht trüben, im Gegenteil: durch rasches Handeln und proaktive Kommunikation konnte sowohl ein Vertrauens- als auch ein Kundenrückgang vermieden werden.

‚Wirtschaftlich handeln und Nachhaltigkeit leben‘ als Unternehmensprinzip

Vorstandssprecher August Hirschbichler: "Wir sehen die Steigerung des Anteils von Energie aus Wasserkraft, Sonne oder Biomasse in Salzburg seit langem als eine unserer wichtigsten Aufgaben. Seit 2014 kommen 100 Prozent des von der Salzburg AG gelieferten Stroms aus erneuerbarer Energie, der überwiegende Teil stammt aus Wasserkraft. Darauf sind wir stolz! Doch die Wende können wir nicht schaffen, wenn wir nicht noch bewusster mit Energie umgehen. Wirtschaftlich handeln und Nachhaltigkeit leben sind somit nach wie vor unsere Unternehmensprinzipien. Unser Fokus liegt auch in Zukunft in der Steigerung der Energieeffizienz."

Vorstand Leonhard Schitter: "Als größter Mobilitätsdienstleister in Salzburg sind wir überzeugt, dass Qualitätsverbesserungen im öffentlichen Verkehr wesentlich dazu beitragen, mehr Fahrgäste dafür zu begeistern und zum Umstieg zu bewegen. Umfragen und Rückmeldungen unserer Fahrgäste sowie steigende Fahrgastzahlen geben uns recht. Mit Investitionen in unsere 3-Säulen-Strategie wollen wir auch in Zukunft punkten. Die erste Säule ist Verlässlichkeit, d.h. mit einem Musterkorridor für die Linie 2 und neuen Fahrscheinautomaten wollen wir die Pünktlichkeit der Busse weiter erhöhen. Die zweite Säule meint mehr Information für unsere Kunden, also bessere und neue Anzeigetafeln, Monitore mit Echtzeitangaben oder etwa unsere neue Handy App qando. Säule drei ist der Ausbau des Komforts für unsere Fahrgäste, also etwa neue, moderne Busse am letzten Stand der Technik.

Und dass wir auch in Mobilitätsfragen gegen den Strom schwimmen, zeigt der Ausbau der Lokalbahn. Hier versprechen wir uns von der im Dezember 2014 in Betrieb gegangenen Verlängerung bis Ostermiething deutlich mehr Fahrgäste. Neue Haltestellen und großzügige Park&Ride-Anlagen werden dazu einen wesentlichen Beitrag leisten."

Attraktiver Arbeitgeber

August Hirschbichler und Leonhard Schitter: "Die Salzburg AG bietet ihren 1.981 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern interessante Aufgaben und Entwicklungsmöglichkeiten. Dabei haben technologische, rechtliche und gesellschaftliche Veränderungen Auswirkungen darauf, wie im Unternehmen zusammengearbeitet wird. Mit Aus- und Weiterbildung werden unsere Mitarbeiter in ihren Potenzialen unterstützt. Zudem bieten wir derzeit 61 jungen Frauen und Männern eine Lehre in zehn verschiedenen Berufsbildern an. Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen erleichtern wir die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit. Und auch immer mehr junge Väter gehen in Elternzeit. Die Salzburg AG wurde u.a. deshalb schon mehrfach als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. 2014 haben wir erneut das ‚Gütesiegel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie‘ erhalten."

Das Geschäftsjahr 2014 auf einen Blick (1.1. - 31.12.2014)

BILANZKENNZAHLEN 2014 2013 Umsatz 1.284,2 Mio. Euro 1.363,4 Mio. Euro EGT 42,2 Mio. Euro 42,8 Mio. Euro Eigenkapitalquote 54,7 % 51,7 % PERSONALSTAND 1.981 2.001 ENERGIE Strom-Netzabgabe gesamt 4.130,1 GWh 4.285,1 GWh Erdgas-Netzabgabe gesamt 2.668,5 GWh 3.131,0 GWh Fernwärmeaufbringung 867,2 GWh 970,2 GWh Wasseraufbringung (in m3) 11,3 Mio. 11,5 Mio. SLB Fahrgastzahlen Obus 41,0 Mio. 40,9 Mio. Salzburger Lokalbahn 4,8 Mio. 4,8 Mio. FestungsBahn, MönchsbergAufzug 2,5 Mio. 2,4 Mio. SLB Güterbeförderung (in Tonnen) Stammstrecke 56.308 t 56.501 t Fremdes Netz 2.315.041 t 2.614.431 t Summe transportierte Gütertonnen 2.371.349 t 2.670.932 t CableLink Kundenzahlen Kabel-TV 131.031 126.504 Internet 71.006 66.501 Telefonie 23.139 22.197

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