Fahrzeughandel fordert ÖKO-Prämie

Starke Rückgänge bedrohen Autohändler: Kaufanreiz könnte Investitionen von 140 Mio. Euro auslösen, schlägt Kärntens Landesgremialobmann Aichlseder vor.

Klagenfurt (OTS) - Alarmierende Zeichen bereiten dem heimischen Fahrzeughandel starkes Kopfzerbrechen. Statistik Austria beziffert das zu erwartende Wirtschaftswachstum 2015 für Österreich mit schmalen 0,6 Prozent. Darunter leidet besonders der österreichische Fahrzeughandel, der - gegen den europäischen Trend - mit einem erheblichen Marktrückgang von mehr als 13 Prozent zu kämpfen hat. In Kärnten wird sogar ein Malus von über 15 Prozent verzeichnet. Hier setzt der Vorschlag von Landesgremialobmann KommR Hubert Aichlseder an, der im Rahmen der Eröffnung der "Auto Bike 2015" die Wiedereinführung einer ÖKO-Prämie im zweiten Halbjahr 2015 fordert.

Nach dem gleichen Prinzip wie 2009 sollen so 30.000 Fahrzeuge, die älter als 13 Jahre sind, von den österreichischen Straßen verschwinden und Investitionen von etwa 140 Millionen Euro ausgelöst werden. "Jetzt ist die Politik gefordert. Werden keine wirkungsvollen wirtschaftsbelebenden Maßnahmen ergriffen, droht vielen Unternehmen im Fahrzeughandel das Aus", weist Aichlseder auf die Dringlichkeit seiner Forderung hin. Jeder achte Arbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt mit dem Fahrzeughandel verbunden.

22,5 Millionen Euro Förderungen
generieren 140 Millionen Euro Umsatz

Um Anreize für einen Pkw-Kauf zu schaffen, fordert Gremialobmann Aichlseder die Bundesregierung zur erneuten Einführung einer ÖKO-Prämie für alte Fahrzeuge auf. Allein in Kärnten sind knapp 80.000 Autos älter als 13 Jahre, was einem Anteil von fast 22 Prozent aller Fahrzeuge entspricht. Durch die ÖKO-Prämie sollen 30.000 von ihnen auf den Schrottplatz wandern, indem der Neukauf für Privatpersonen mit jeweils 750 Euro vom Staat und vom Fahrzeughandel gefördert wird. Kosten würden die ÖKO-Prämien den Staat 22,5 Millionen Euro, die Investitionen von rund 140 Millionen Euro auslösen würden. "Alte, unsichere und unökologische Pkw würden so von den Straßen verschwinden und die durch die Wiederverwertung gewonnenen Rohstoffe in die Wertstoffkette eingeführt. Ein weiterer Pluspunkt der ÖKO-Prämie wären verminderte Kosten durch das Nichterreichen der Kyoto-Ziele, die Österreich jährlich 700 Millionen Euro kosten", zählt Aichlseder die weiteren Vorteile auf.

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