Glawischnig: Verschiebung von rauchfreier Gastronomie ist inakzeptabel

Grüne kritisieren Politik auf Basis von Lobbying statt Gesundheitsfakten

Wien (OTS) - "Aus Grüner Sicht ist es inakzeptabel, dass der Schutz von NichtraucherInnen in der Gastronomie auf 2018 verschoben wird. Das ist mit keinem Argument zu rechtfertigen. Jeder Monat ohne derartige Maßnahmen ist verloren, weil dadurch nicht zu weniger Todes- oder Krankheitsfällen beigetragen wird. Das ganze kommt einem Kniefall vor der Wirtschaftskammer gleich. Und das auf Kosten der Gesundheit", sagt die Grüne Bundessprecherin und Klubobfrau, Eva Glawischnig.

"Jetzt geht der momentan geltende Gesetzespfusch also noch drei Jahre weiter. Es ist offensichtlich, dass diese Verschiebung nur bei einer Politik möglich ist, die nicht auf Basis von Fakten agiert, sondern sich von Lobbyisten hintertreiben lässt. Dafür gibt es aus Grüner Sicht absolut kein Verständnis", stellt Glawischnig klar.

"Nur eine vollständig rauchfreie Gastronomie kann nichtrauchende Gäste und die MitarbeiterInnen der Gastronomie wirkungsvoll vor den Gefahren des Passivrauchens schützen", sagt die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein, und ergänzt: "Rauchfreie Lokale bringen allen etwas, vor allem den ca. 250.000 Beschäftigten, die in Österreichs Gastronomie-Betrieben arbeiten. Das deutsche Krebsforschungszentrum hat die Auswirkungen der deutschen Nichtraucherschutzregelungen untersucht und festgestellt, dass sich die Lungenfunktion bei GastronomiemitarbeiterInnen signifikant verbessert hat. Dass wir in Österreich weitere drei Jahre darauf warten müssen, ist völlig unverständlich."

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