Gastro-Rauchverbot – Oberhauser: Österreich ist beim NichtraucherInnenschutz in Europa angekommen

Ab Mai 2018 generelles Rauchverbot in Gastronomie – Anreizprämie für frühere Umstellung auf NichtraucherInnenlokal – Präventionsmaßnahmen begleiten Rauchverbot

Wien (OTS/SK) - Ab Mai 2018 gilt in der gesamten Gastronomie ein generelles Rauchverbot. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser hat heute, Freitag, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftsminister Mitterlehner den Begutachtungsentwurf für eine entsprechende Novelle des Tabakgesetzes vorgestellt. Für Oberhauser, die schon als SPÖ-Gesundheitssprecherin seit Jahren für ein komplettes Rauchverbot eingetreten war, ist der heutige Tag ein erfreulicher: "Wir sind beim NichtraucherInnenschutz endlich in Europa angekommen." Lokale müssen ab Mai 2018 rauchfrei sein. Eine NichtraucherInnenschutz-Prämie soll möglichst viele Gastronomiebetriebe schon früher zur Umstellung bewegen. Das Gesetz soll noch vor dem Sommer beschlossen werden. ****

Die Gesundheitsministerin betonte, dass mit dem Rauchverbot vor allen Dingen die vielen in der Gastronomie beschäftigten Menschen geschützt werden. "Gastronomie-MitarbeiterInnen sind besonders belastet, das Rauchverbot ist daher ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz", so Oberhauser. Aber auch viele Jugendliche hätten dann weniger Gelegenheit zu rauchen, denn "weniger Möglichkeiten führen zwangsläufig zu einer Reduktion des Konsums", sagte die Gesundheitsministerin.

"Ein generelles Rauchverbot dient aber nicht nur der Verbesserung des Gesundheitsschutzes der Menschen, die in der Gastronomie arbeiten, sondern es ist auch ein Rückgang der RaucherInneninzidenz im Allgemeinen zu erwarten", so Oberhauser. In Ländern, die bereits ein generelles Gastro-Rauchverbot umgesetzt haben, hat sich gezeigt: In den ersten Monaten war bereits eine deutliche Reduktion von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verzeichnen.

Das Rauchverbot gilt für Gastronomiebetriebe, aber auch für Vereine und bei Zeltfesten. In Hotels darf in eigenen RaucherInnenbereichen geraucht werden, dort dürfen aber weder Speisen noch Getränke konsumiert werden. Das Verbot gilt für alle Räume, in denen Speisen verarbeitet und verabreicht werden. "Um möglichst viele Gastronomiebetriebe schon früher zur Umstellung auf rauchfrei zu bewegen, schaffen wir einen besonderen Anreiz: Die WirtInnen erhalten, wenn sie ihren Betrieb schon bis Juli 2016 rauchfrei halten, eine Prämie im Ausmaß von zehn Prozent des Restwerts der Investitionen, die sie in den vergangenen Jahren zur Trennung von RaucherInnen- und NichtraucherInnenbereich getätigt haben. Darüber hinaus können sie den Restwert auf einen Schlag abschreiben." Das Rauchverbot gilt auch für E-Zigaretten, denn auch diese seien gesundheitsschädlich und hätten Suchtpotential, so die Ministerin.

Das Rauchverbot ist ein großer, aber nicht der einzige Schritt für den NichtraucherInnenschutz. Begleitend sollen weitere Präventionsmaßnahmen gesetzt werden. Als eine ihrer ersten Aufgaben als Ministerin hat Oberhauser eine Präventionskampagne, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richtet, in Auftrag gegeben, die rund um den WeltnichtraucherInnentag am 31. Mai präsentiert wird. Da das Thema Rauchen im Sinne des "Health-in-All-Policies"-Ansatzes ein ressortübergreifendes ist, finden daher auch mit anderen Ministerien Gespräche über Möglichkeiten sowohl der Prävention als auch von Ausstiegshilfen aus der Sucht statt. Im Gesundheitsministerium wird darüber hinaus derzeit an einer nationalen Suchtpräventionsstrategie gearbeitet.

Die Ministerin sprach dem Koalitionspartner und allen Beteiligten ihren Dank für die ruhige, konstruktive Zusammenarbeit in dieser wichtigen Angelegenheit aus. (Schluss) bj/ve

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